Ein neuer Balkonexot: Erdmandel als Topfkultur

Erdmandel

Manche Klassiker bevölkern unsere Balkone schon seit vielen Jahren. Ob Tomaten, Gurken, oder Basilikum, manche Pflänzchen sind jedes Jahr auf ein Neues dabei. Jedoch verführt uns die wunderbare Vielfalt der Saatgutbörsen und Saatgutfestivals jedes Jahr wieder dazu, auch neue Versuche zu wagen. Deshalb werden wir dieses Jahr zum ersten Mal Erdemandel im Topf anbauen. Doch was ist überhaupt eine Erdmandel und was zur Hölle macht man damit?

Das leckere Knöllchen: die Erdmandel

Die Erdmandel, botanisch Cyperus esculentus, gehört zur Familie der Sauergrasgewächse. Auf den ersten Blick erinnert das Gewächs an ein Ziergras, wie es auch viele deutsche Vorgärten schmückt. Da sich Erdmandeln sehr schnell ausbreiten, wird es empfohlen die Knollen in Töpfen zu kultivieren. Schließlich sollten wir darauf achten, dass sich Neophyten nicht unkontrolliert in unseren Gärten vermehren. Darüberhinaus ist die Erdmandel im Topf vor Fressfeinden, wie z.B. Wühlmäusen geschützt. Die Ernte der Erdmandel findet meist nach den ersten Frösten statt. Sobald sich die Gräser braun verfärben und absterben, kann geerntet werden. Anschließend kann die Erdmandel in vielfältigen Variationen zubereitet werden, ob gekocht, gebraten, getrocknet oder gemahlen, die süßliche Knolle schmeckt immer gut.

Horchata de Chufa – Erdmandelmilch aus Spanien

Wer schon mal durch die schönen Straßen des spanischen Valencias gelaufen ist, hat sicherlich die vielen „Horchata de Chufa“ Stände entdeckt. Während in anderen Ländern gekochter Mais, heiße Maronen oder Crepe Verkäufer das Straßenbild prägen, dominiert in Valencia der Verkauf von Horchata de Chufa. Ursprünglich stammt das Getränk aus der Kleinstadt Alboraya am Rande  Valencias, die für ihren Erdmandelanbau bekannt ist. Horchata de Chufa oder auf Katalan Orxata de Xufes ist ein Erfrischungsgetränk aus Erdmandel. Für die Herstellung muss man die kleinen Knollen waschen, einweichen, zerkleinern und schließlich auspressen. Neben Wasser und Zucker können der Milch noch Zimt und Zitronenschale hinzugefügt werden. Danach wird das Getränk aus der Erdmandel zügig und kalt getrunken, damit die vielen Vitamine und Inhaltsstoffe nicht verloren gehen.

Erdmandel Erdmandelmilch

Der Anbau und die Pflege der Erdmandel

Bevor wir aber zu sehr in den Gedanken versinken, was wir alles schönes aus Erdmandeln herstellen werden, müssen wir noch einmal genauer über den Anbau sprechen. Da Erdmandeln ursprünglich aus warmen Gebieten von den Tropen bis Subtropen stammen, sind sie sehr kälteempfindlich. Deshalb sollte man die Erdmandel Knöllchen nach dem Einweichen, erst zunächst in der Wohnung vorziehen. Hierzu müssen die Knollen warm stehen und mit 2-3 cm Erde bedeckt werden. Sobald die Pflänzchen Blätter und Wurzeln entwickelt haben, können sie auf den Balkon ein ein großes Gefäß umziehen. Wir werden dazu ein Speißfass nehmen. Dazu warten wir aber noch bis Mitte Mai, um zu vermeiden, dass die Knollen noch einmal eine zu kalte Nacht erwischen. In der Pflege ist die Erdmandel sehr unkompliziert, sie benötigt nur einen lockeren Boden und genügend Wasser. Eine regelmäßige Düngung benötigen Erdmandeln nicht. Die Knöllchen der Erdmandeln haben wir von einem kleinen Anbieter auf dem Saatgutfestival in Düsseldorf erworben. Im kleinen Shop von Himmlische Saaten findet ihr die Erdmandel für 2,50 Euro. Der Tipp aus unserem Lieblingsgartenbuch „Handbuch Bio-Balkongarten“ von Andrea Heistinger, erschienen im Arche Noah Verlag, ist es die Erdmandel in Mischkultur mit Johannisbeertomaten zu pflanzen, das werden wir gerne ausprobieren.

P.S. Sobald wir euch auch ein Bild des schönen Pflänzchens zeigen können, wird dieses natürlich nachgeliefert.

Balkonjahr 2017 – Eine Zwischenbilanz

Der August neigt sich dem Ende zu, in der Luft spürt man langsam den nahenden Herbst. Ein guter Zeitpunkt, um auf dem Balkon eine Zwischenbilanz zu ziehen, was dieses Jahr gut und was vielleicht nicht so gut gelaufen ist. Einige Altbekannte sind wieder dabei, andere haben mit ihren Ergebnissen überrascht…

Erdbeeren

Beginnen wir mit den Erdbeeren: nach schneeweißer Blütenpracht im Mai, konnte ich im Juni einige knallrote und zuckersüße Exeplare ernten. Leider blieb es dann dabei, obwohl es sich bei einigen der Pflänzlein um Monatserdbeeren handelt. Die Ernte bleibt aber unvergessen und hat geschmeckt!

Erdbeeren direkt vom Balkon
Erdbeeren direkt vom Balkon

Radieschen

Dieses Jahr war ich sehr ungeduldig und hatte die Radieschen Anfang April schon ausgesät! Wer sich erinnert, weiß, dass es danach noch recht kühl und frostig geworden ist. Ich ließ mich nicht abschrecken und legte im Mai nochmal nach. Anfang Juli sorgten ein paar Prachtexemplare für eine angenehme Schärfe in meinem Salat.

Echt scharf: Knallig rote Radieschen
Echt scharf: Knallig rote Radieschen

Tomate „Fuzzy Wuzzy“

Waren Tomaten in allen anderen Jahren Erfolgsgarant, hatte ich dieses Jahr erstaunlicher Weise kein großes Glück mit ihnen. Die Pflanze, die ich aus selbstgeerntetem, mallorquinischem Saatgut gezogen hatte (Sorte „Ramallet“) schoss zwar in die Höhe, bildete aber keine Früchte. Doch eine Hybride? Die „Berner Rose“ kam beim Gießen nicht gut davon und trocknete tatsächlich unbeachtet etwas ein. Die Früchte der „Banana Legs“ sehen dieses Jahr sehr traurig aus, sie bekamen die Blütenendfäule, die Düngung mit Kalk kam wohl zu spät. Gut geht es hingegen der Tomate „Fuzzy Wuzzy“, die mir von meiner lieben Blog-Kollegin Anna gegeben worden ist! Von ihr konnte ich schon einige köstliche, süße Tomätchen ernten.

Tomate "Fuzzy Wuzzy"
Tomate „Fuzzy Wuzzy“

Gurke „Persika“

Dieses Jahr wollte das Saatgut der kleinen, weißen Balkongurke einfach nicht angehen. Kein einziger Keimling war in den kleinen Töpfen zu sehen. Als mir dann Mitte Mai das Saatgut der Gurke „Persika“ in die Hände fiel, pflanzte ich drei Samen fast achtlos direkt in einen laut Literatur viel zu kleinen Topf auf dem Balkon. Alle drei Samen gingen auf, einer Pflanze gab ich die Chance. Sie wuchs und wuchs, nach langem Warten bildete sich endlich eine erste Gurke. Letzte Woche konnte ich sie endlich ernten – geschmacklich einfach hervorragend!

Gurke "Persika" aus samenfestem Saatgut
Gurke „Persika“ aus samenfestem Saatgut

Zitronenmelisse, Minze und Waldmeister

Sehr stolz bin ich, dass ich endlich aus den vergangenen Jahren gelernt habe und dieses Frühjahr nicht versucht hatte, Zitronenmelisse, Minze und Waldmeister in einem der viel zu trockenen und windigen Außenkästen auf meinem Südbalkon unterzubringen. Stattdessen fand ich für sie einen Platz hinter der Balustrade im Halbschatten, wo sie in einer Gemüsekiste munter vor sich hinwachsen.

Zitronenmelisse, Waldmeister und Minze geht es im Halbschatten gut
Zitronenmelisse, Minze und Waldmeister geht es im Halbschatten gut

Grüner Salat

Was soll ich sagen, auch dieses Jahr war der Salat auf meinem Balkon ein voller Erfolg! Einige Male konnte ich von zwei Pflanzen ein paar Blätter ganz bequem auf dem Balkon für einen köstlichen Salat ernten.

Auch dieses Jahr ein Hit: Grüner Salat
Auch dieses Jahr ein Hit: Grüner Salat

Rote Melde

Auch dieses Jahr ist wieder die Rote Melde im Balkonkasten explodiert! Wie letztes Jahr, bin ich wieder überrascht, wie die Pflanze bei so kleinem Wurzelraum so groß werden kann…

Rote Melde
Rote Melde

Weitere Gewinner…

Basilikum und Rucola geht es dieses Jahr sehr gut, sich wachsen mit Kraft und bieten konstant Erträge. Auch Petersilie und Lauchzwiebeln gedeihen gut. Die Kartoffelernte bleibt noch abzuwarten – ein weiteres Balkon-Experiment… Nach meinem Erfolg mit der Roten Beete letztes Jahr, hatte ich mich dieses Jahr nochmal an Möhren gewagt – leider war das keine gute Idee. Das Grün kam, die Wurzel blieb unscheinbar. Auch die Zuckererbsen sind leider eingegangen, dafür rankt sich die Duftwicke langsam nach oben.

Duftwicke: Weit oben im Ranking
Duftwicke: Weit oben im Ranking

 

Läuft noch: Balkon-Experiment mit der Kartoffel "Vitelotte"
Läuft noch: Balkon-Experiment mit der Kartoffel „Vitelotte“

…und Verlierer

Von ein paar Pflanzen, wie der Gewürztagetes oder dem Roten Basilikum, musste ich mich nach einer Woche Urlaub leider verabschieden: Sie waren bei starker Sonne und mangelnder Pflege vertrocknet. Gemischte Gefühle ruft bei mir immer wieder die Kapuzinerkresse hervor: Zwar wächst sie üppig und rankt jedes Jahr wieder aus einer meiner Bäckerkisten, Blühen tut sie jedoch spärlich. Auch frage ich mich jedes Jahr wieder, ob sie die kleinen, schwarzen Läuse wirklich von den anderen Pflanzen fernhält oder eher Auslöser dafür ist, dass sie auf den Balkon ziehen. Schließlich zeigen sie sich immer erstmals auf der Kapuzinerkresse und springen erst auf andere Pflanzen über, wenn sie dort zu stark Überhand nehmen.

Zu guter Schluss:

Natürlich sind das nicht die einzigen (teils gefühlten) Erfolge und Misserfolge auf dem Balkon. Manche Dinge bereiten einem einfach nach den ganzen Mühen des Säens und Pflegens eine besondere Freude, wenn sie gelingen. Und selbst wenn man auf einem Balkon nicht mit großen Erntemengen rechnen kann, die Erträge schmecken gefühlt doppelt so gut. Mit besonderem Stolz (und Erleichterung) erfüllt einen, wenn man das Gefühl hat aus der vorangegangenen Saison gelernt zu haben. Schauen wir mal, wie das nächste Jahr aus dem diesjährigen profitiert…

Rezept für gefüllte Zucchiniblüten

Genau wie letztes Jahr teilen wir uns auch dieses Jahr ein Feld mit ein paar Freunden. Auch dieses Jahr kommen wir mit der Ernte kaum hinterher. Und als hätten wir aus der letzten Saison nicht dazugelernt, gibt es dieses Jahr wieder Zucchini in Hülle und Fülle (ich war da nicht ganz unbeteiligt…), dieses Jahr Saison immerhin in grün und gelb, u.a. die Sorte „Gold Rush“. Um dem Ganzen zumindest ein wenig Einhalt zu gebieten, habe ich kürzlich bereits die Zucchiniblüten in der Küche verwendet. In dem tollen Klassiker „Landküche“ (Autoren: J. Christ, B. Rademacker und J. Skowronek; Verlag: Gräfe und Unzer) gibt es ein Rezept dafür, das ich schon lange mal ausprobieren wollte.

 

Gefüllte Zucchiniblüten

Gefüllte Zucchiniblüten

Gefüllte Zucchiniblüten

Zutaten

  • Für ca. 4 Personen:
  • 12 Zucchiniblüten (möglichst mit kleinen Zucchini)
  • 30 g Kerbel
  • 50 g Allgäuer Emmentaler
  • 200 g Ziegenfrischkäse
  • 1 Eigelb
  • Salz, Pfeffer
  • Butter für die Form

Zubereitung

  1. Zucchiniblüten vorsichtig öffnen und Blütenstempel herausschneiden und die kleinen Zucchini von unten längs einschneiden.
  2. Den Kerbel verlesen und fein hacken, Käse reiben und den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen
  3. Frischkäse, Emmentaler, Eigelb und Kerbel vermischen, salzen und pfeffern.
  4. Die Blüten vorsichtig aufschieben und mit einem Teelöffel füllen. Die Spitzen werden oben zum Verschließen leicht zusammengedreht.
  5. Eine Auflaufform mit Butter bestreichen und die gefüllten Blüten hineinlegen. Mit Folie abdecken.
  6. Im Backofen auf mittlerer Schiene 15 bis 20 Minuten garen.
http://www.vonundzugruen.de/gefuellte-zucchiniblueten/

Die gefüllten Zucchini sind eine sehr leckere Beilage. Da auf unserem Ackerstreifen noch einige sehr große Exemplare zu finden waren, habe ich dazu ein Ratatouille und Reis als Beilage gemacht.

Riesenfrucht aus Amerika

Ursprünglich stammt die Zucchini aus Nord- und Südamerika und hat ihren Weg in Europas Gärten über Italien gemacht. Sie ist ein Kürbisgewächs und mit, nunja, Kürbis, Melone und Gurke verwandt. Die Kürbisgewächse produzieren einige der größten Früchte des Pflanzenreichs! Botanisch gesehen sind diese Riesenfrüchte Beeren. Kaum zu glauben, wenn man die recht früh geernteten, zarten, kleinen Zucchinis im Supermarkt sieht…

Zucchinipflanze auf dem Feld
Zucchinipflanze auf dem Feld

Jung, aber oho!

In Nordamerika ist die Zucchini auch als „Squash“ bekannt, was eine indigene Bezeichnung ist und soviel wie „jung, unreif, roh“ bedeutet. Sobald man anfängt, sich nach Saatgut umzusehen, findet man eine schiere Vielfalt an Arten. Den empfohlenen Pflanzabstand von etwa 1m sollte man auf jeden Fall einhalten, denn der Flächenverbrauch einer Zucchinipflanze liegt bei 1-2 qm! Für eine Pflanzung auf dem Balkon heißt das, man sollte mindestens Pflanzsäcke oder Hochbeete von 40 bis 60 Liter Erdvolumen pro Pflanze verwenden. Je länger man mit der Ernte der Zucchinis wartet, desto größer werden sie… Der Vorteil ist, man kann sie wegen der dickeren Schale länger lagern. An einer Pflanze findet man sowohl männliche, als auch weibliche Blüten, sie ist also einhäusig. Als Fremdbefruchter werden sie von Insekten bestäubt. Alle Sorten, die der gleichen Art angehören, können sich verkreuzen.  Ernährungstechnisch bestehen sie zu 90% aus Wasser und bieten Eisen, Calcium, Kalium, Natrium, Phosphor und die Vitamine A und C.

 

Upcycling-Projekt: Vom Kleiderbügel zum Rankgerüst

Mein Freund ist auf den Geschmack gekommen, seine Hemden in die Reinigung zu bringen. Kürzlich stand er vor dem Dilemma, was er mit den unzähligen Alu-Kleiderbügeln machen sollte, die die Änderungsschneiderei nicht zur Weiterverwertung zurücknehmen will. Bei einem Blick auf mein Rankgerüst aus schönden Schnüren, die dringend ersetzt werden mussten, kam mir dann die Idee: Warum nicht als kleines Upcycling-Projekt statt Schnüren die Kleiderbügel verwenden?

Ausgangspunkt für das Gerüst sind zwei Äste aus Korkenzieher-Weide auf dem Balkon...
Ausgangspunkt für das Gerüst sind zwei Äste aus Korkenzieher-Weide auf dem Balkon…

Was man dazu braucht:

  • Zwei schöne Äste (bei mir stammen sie von einer Korkenzieherweide nach dem legendären Essener Sturm Ela)
  • Ca. 15 bis 20 Kleiderbügel (Je nach vorgesehener Breite des Rankgerüsts. Ich habe 15 Stück bei einer Höhe ca. 110 cm und einer Breite von 70 bis 90 cm verwendet)
  • Lange Kabelbinder, Schnur
  • Schere
  • Ein paar Wäscheklammern

Einplanen sollte man etwa eine Stunde Zeit, bis alles fix und fertig ist.

 

...und eine Menge Kleiderbügel!
…und eine Menge Kleiderbügel!

Und so geht man vor:

Zuerst fixiert ihr mit Kabelbindern die Äste am Standort auf Eurem Balkon oder Eurer Terrasse. Als Ankerpunkte dienen bei mir Regal, Bäckerkisten und Tisch. Dann beginnt ihr natürlich oben und sucht Euch etwa einen Seitenzweig des Astes der möglichst in die Mitte ragt. Dort hängt ihr den ersten Kleiderbügel auf. Nach und nach fügt ihr die weiteren hinzu und hängt sie entweder aneinander oder an die Äste. Es empfiehlt sich, sich dabei schon mal Gedanken zu machen, wo man sie später miteinander, bzw. an den Ästen gut fixieren kann. Zwischenzeitlich eignen sich Wäscheklammern an den entscheidenden Stellen sehr gut dazu, das Gerüst zu stabilisieren. Gleichzeitig hält man sich damit die Möglichkeit offen, etwas umhängen zu können, wo es einem noch nicht gefällt.

Als Zwischenschritt kann man die Kleiderbügel mit Wäscheklammern stabil halten.
Als Zwischenschritt kann man die Kleiderbügel mit Wäscheklammern stabil halten.

 

Wenn Euch das „Geflecht“ aus Kleiderbügeln gefällt, bindet ihr die Bügel an den Kreuzungspunkten mit Schnur aneinander und befestigt sie links und rechts an den Ästen. Schöner (und noch ein wenig nachhaltiger) ist sicherlich, wenn man die Schnüre mit Clips von Brottüten ersetzt. Ein anderes Mittel wäre kunststoffummantelter Draht.

Mit Schnur werden die Kleiderbügel aneinander befestigt.
Mit Schnur werden die Kleiderbügel aneinander befestigt.

 

Euer Rankgerüst ist jetzt fertig! Es fehlen nur noch die Pflanzen. Mein Rankgerüst habe ich etwa vor einem Monat gebaut. Die Duftwicken und Zuckererbsen, die ich unten angepflanzt habe, fühlen sich inzwischen ganz wohl und suchen sich ihren Weg nach oben.

Erfolgreiches Upcycling-Projekt: Etwa so kann ein fertiges Rankgerüst aus Kleiderbügeln aussehen!
Erfolgreiches Upcycling-Projekt: Etwa so kann ein fertiges Rankgerüst aus Kleiderbügeln aussehen!

Von der Fensterbank auf den Balkon – nach den Eisheiligen!

Inzwischen heißt es auch im Garten und auf dem Balkon endgültig „Winter ade“! Denn die Eisheiligen sind endlich durch das Land gerauscht. Bis zu fünf gibt es und jedem (bzw. jeder) ist ein Tag gewidmet. Streng genommen zählen dazu Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai). Erweitert wurden sie inzwischen vielerorts um Mamertus (11. Mai) und zuletzt die „Kalte Sophie“ (15. Mai).

Nach den Eisheiligen ist vor den Eisheiligen

Allerdings beziehen sich die Tage auf den alten sogenannten „Julianischen Kalender“. Das heißt, dass sich die letzten, möglichen Kälteeinbrüche bei unserem heutigen Kalender (1582 aus der Gregorianischen Kalenderreform entstanden)  einige Tage nach hinten verschieben. Die „Kalte Sophie“ fällt laut unserem Kalender eigentlich auf den 22. Mai. Danach, so sagt die alte, bäuerliche Erfahrung, kommt es nicht mehr zu Nachtfrösten. Denn auch wenn die Temperaturen in der ersten Maihälfte schon recht hoch sein können, passiert es doch gelegentlich, dass von Norden her kalte Polarluft einströmt und es bei klarem Himmel Bodenfröste gibt.

Basilikum und Tomaten stehen auf dem Balkon bereit zum auspflanzen!
Nach den Eisheiligen können liebevoll vorgezogene Pflanzen endlich bedenkenlos auf den Balkon auswandern!

 

Balkonbegrünung en masse

Nun heißt es also auspflanzen, was das Zeug hält! Alles, was man vorgezogen hat! Also auch Tomate, Paprika, Chilli, Aubergine, Gurke, Zucchini, Basilikum, diverse Sommerblumen und mehr! Selbst ein paar Zimmerpflanzen habe ich heute rausgestellt. Am besten, man pflanzt am Morgen. Starkzehrer, wie Tomate, Chilli, Aubergine, Gurke bekommen noch eine Handvoll Langzeitdünger mit auf den Weg. Einfach vor dem Pflanzen in das Pflanzloch werfen. Und auf jeden Fall nach dem Pflanzen gut anwässern!

Eine Handvoll Dünger schadet Starkzehrern nicht.
Eine Handvoll Dünger schadet Starkzehrern nicht.

 

Nach dem Auspflanzen lassen sie sich etwas hängen - aber nicht für lange.
Nach dem Auspflanzen lassen sie sich etwas hängen – aber nicht für lange.

 

Erstaunt bin ich jedes Jahr wieder, wie schnell es dann auf dem Balkon um die Zeit durch das Pflanzen von heute auf Morgen grün wird und man wieder das Gefühl hat, dass die ganze Arbeit sich ein Stück bezahlt macht. In den nächsten Wochen heißt es dann vor allem Wässern, Pflegen, irgendwann ernten und vielleicht ein paar Samen für das nächste Jahr gewinnen…

Pikieren – wie geht das?

Pikieren ist nicht schwer

Auf dem Fensterbrett wird es immer grüner: Das Saatgut geht auf, kleine Pflänzchen wachsen, grüne Blätter bilden sich. Hat man sich nach dem Säen erst mal entspannt zurücklehnen können, keimt nun der Gedanke: „Ich muss pikieren!“ Länger lässt es sich jedenfalls nicht mehr aufschieben… Wann ist der richtige Zeitpunkt? Die Keimblätter sollten auf jeden Fall voll entfaltet sein. Je nach Kulturart kann das bereits sieben bis zehn Tage nach der Aussaat der Fall sein. Ich warte in der Regel, bis sich noch ein Satz regulärer Blätter entwickelt hat. Auf jeden Fall sollte man pikieren ehe die Pflänzlein miteinander um Licht und Boden konkurrieren. Durch das Pikieren bekommen sie mehr Platz und können sich kräftig weiterentwickeln.

Salat und Tomate müssen dringend pikiert werden!
Salat und Tomate müssen dringend pikiert werden!

 

Was braucht man zum Pikieren?

Zum pikieren braucht man:

  • Viele kleine Töpfe mit einem Loch im Boden(Joghurtbecher oder halbe Tetrapaks funktionieren auch),
  • Torffreie (Gemüse-)erde (denn im Gegensatz zur Anzuchterde brauchen die Pflanzen ab jetzt Nährstoffe),
  • einen Pikierstab (alternativ ein Essstäbchen, einen Bleistift oder einen alten Kugelschreiber),
  • eine Pflanzendusche (kann man auch aus einer PET-Flasche basteln) oder eine kleine Gießkanne,
  • einen permanenten Marker und Klebeband oder z.B. Wäscheklammern zum Beschriften der Pflanzen
  • und viel Geduld!

Am besten ist es, bei bewölktem Himmel und bei wenig Wind zu pikieren. Schließlich sollen die Pflanzen nicht gleich austrocknen.

Die Helden des Pikieren: Töpfe, Essstäbchen, Stift, Klebeband, Pflanzendusche in Paprikaform. Nicht zu sehen: Erde.
Die Helden des Pikieren: Töpfe, Essstäbchen, Stift, Klebeband, Pflanzendusche in Paprikaform. Nicht zu sehen: Erde.

 

Nur die Starken…

…ihr wisst schon. Das Prinzip gilt bereits beim Pikieren. Sicherlich habt ihr mehr Pflanzen ausgesät, als ihr auf Eurem Balkon pflanzen könnt. Das ist ganz normal – mir passiert das jedes Jahr! Ihr müsst jetzt aber hart bleiben und Euch die starkwüchsigsten und kräftigsten Pflanzen aussuchen. Schließlich sollen sie später auf dem Balkon nicht vor sich hin kümmern. Mir fällt das sehr schwer. Häufig suche ich mir eine aus für den Balkon und (für den Fall der Fälle, natürlich) noch etwa fünf weitere, die ich zusammen in einen etwas größeren Topf setze. Vielleicht will ich noch welche verschenken?

Sechs vereinzelte Tomatenpflanzen mit Wurzeln...
Sechs vereinzelte Tomatenpflanzen mit Wurzeln…

 

Wie geht das jetzt, das Pikieren?

Entweder ihr holt die Pflanzen vorsichtig und mithilfe des Pikierstabs einzeln aus dem Topf oder ihr löst eine ganze Gruppe. Holt ihr sie einzeln aus dem Topf, stecht ihr mit dem Pikierstab nahe der Pflanze ein und löst ganz vorsichtig Erde und Wurzeln. Als nächstes kürzt ihr die Wurzeln der ausgesuchten Pflanzen um etwa ein Drittel auf eine Länge von zwei Dritteln mit den Fingernägeln ein. Das Einkürzen ist gut, denn es regt das Wurzelwachstum an. Als nächstes füllt ihr einen kleinen Topf mit der Erde. In die Mitte des Topfes macht ihr mit dem Pikierstab ein Loch. In dieses Loch senkt ihr die Pflanze mit den Wurzeln zuerst (natürlich!). Wichtig ist, dass die Wurzeln nach unten zeigen. Tun sie das nicht, verzögert es das Wurzelwachstum. Manchmal helfe ich mit dem Pikierstab (oder Essstäbchen) vorsichtig etwas nach. Vorsichtig mit den Fingern die Erde andrücken und fertig! Jetzt nur noch gießen, zum Beispiel mit einer Pflanzendusche. Solltet ihr doch eine Gießkanne nutzen, empfiehlt es sich das Wasser über Eure Hand laufen lassen, damit das Wasser die kleinen Pflanzen nicht gleich „erschlägt“. Die Töpfe sollten jetzt auch nicht in die pralle Sonne gestellt werden!

...die hier schon eingekürzt worden sind.
…die hier schon eingekürzt worden sind.

 

Die frisch pikierten Pflanzen in ihren Töpfen - ein paar setze ich als Absicherung zusammen in größere Töpfe.
Die frisch pikierten Pflanzen in ihren Töpfen – als Backup setze ich einige als Gruppen in größere Töpfe.

 

Wie tief setze ich die Pflanzen?

Das hängt ganz von der Kulturart ab. Salat oder Fenchel werden etwa nicht zu tief pikiert. Sie können im Topf ruhig umkippen. Pflanzen, die am Stamm noch Wurzeln ausbilden (z.B. Tomate) können tiefer gesetzt werden. Kürbis und Bohnen müssen nicht pikiert werden, denn sie werden direkt in einzelne Töpfe gesetzt. Je nachdem, was ihr gesät hat, lohnt sich hier vorab ein wenig Recherche.

So, jetzt nur noch beschriften und dann könnt ihr erst mal wieder durchatmen. Denn jetzt können die Pflanzen weiterwachsen und gedeihen. Für viele ist es eh noch zu kalt, um sie auszupflanzen. Das passiert dann erst etwa Mitte Mai, nach den Eisheiligen…

Workshop am 1. April 2017: Balkonbegrünung für Anfänger

Ja, wir bieten unseren ersten Workshop an! Genauer, den Workshop „Urban Gardening – Balkonbegrünung für Anfänger“. Er ist Teil des Programms der Grünen Hauptstadt Essen 2017. Die Veranstaltung ist für 10-15 Gärtnerneulinge gedacht, die ihren Balkon in eine grüne Oase oder einen Großstadtacker auf drei Quadratmetern verwandeln wollen. Die Teilnehmer lernen die wichtigsten Grundlagen des Balkongärtnerns kennen. Mithilfe der „Balkon-Experten“ werdet ihr bauen, basteln und säen – von der vertikalen Bepflanzungsmöglichkeit, über das Aussäen von Kräutern bis hin zum Insektenhotel werden eure Wünsche in die Tat umgesetzt.

Rote Beete, frisch vom Balkon!

 

Denn Gärtnern liegt im Trend. Schon lange haben Geranien und Fuchsien essbare Nachbarn bekommen. Viele Städter sehnen sich danach ihre eigenen Lebensmittel anzubauen. Doch nicht jeder hat die Zeit und die Muse eine eigene Scholle zu bewirtschaften, oder sich einem Gartenprojekt anzuschließen: was liegt da näher als der eigene Balkon? Mit unserem Balkonbegrünungsworkshop möchten wir Einsteigern zeigen, wie man den eigenen Balkon in eine grüne Hölle verwandeln kann.

frischer Salat ist immer eine Freude

Was? Workshop Balkonbegrünung für Anfänger

Wann? Samstag, den 1. April 2017 von 10 bis 17 Uhr

Wo? Kulturforum Essen-Steele

Wieviele Teilnehmer hat der Workshop? Bis zu 15 Personen

Kostet mich das was? Nein, keinen Cent! Der Balkon-Workshop wird von der Grünen Hauptstadt Essen 2017 gesponsert.

Wie kann ich mich anmelden? Schickt uns bis zum 20. März eine Mail auf unsere E-Mail Adresse hallo@vonundzugruen.de und ihr erhaltet eine Bestätigungsmail von uns. Damit wir den Workshop etwas genauer auf eure Wünsche ausrichten können, erhaltet ihr vorab einen Fragebogen, den ihr uns bitte ausgefüllt zurückschickt.

Berner Rose
Berner Rose

 

Wir sind dabei: Grüne Hauptstadt 2017!

Grüne Hauptstadt Essen (Copyright: Johannes Kassenberg)

2017 beginnt für von & zu grün aufregend: Als Teil der Grünen Hauptstadt Essen bieten wir einen Workshop „Balkonbegrünung für Anfänger“ an! Bereits im Herbst 2016 sind wir dem Aufruf eines Wettbewerbs für Bürgerideen gefolgt und haben unsere Vorschläge für die Grüne Hauptstadt 2017 eingereicht. Nach langem Warten auf die Entscheidung durch eine Jury erhielt Anna im Dezember für ihre Idee endlich eine Zusage. In einem Workshop für bis zu 15 Personen dreht sich einen Tag lang alles darum, wie man seinen Balkon in eine grüne Oase verwandelt.

In einem theoretischen Teil wird vormittags grundlegendes zur Balkongärtnerei besprochen, wie Gestaltung, Werkzeug, Boden, Pflanzung, Bewässerung, geeignete Pflanzgefäße und mehr. Pünktlich zum Mittagstief wird am Nachmittag im praktischen Teil kräftig angepackt. Wichtig ist uns, dass die Inhalte des Workshops nicht nur von uns vorgegeben werden. Besonders die Vorstellungen, Interessen und Bedürfnisse der Teilnehmer sollen berücksichtigt und in den Workshop integriert werden.

Der Workshop wird kostenfrei sein und voraussichtlich Anfang April stattfinden. Das genaue Datum und den Start für die Anmeldung geben wir sobald wie möglich im Blog und auf Facebook bekannt. Jetzt müssen wir erstmal ordentlich reinhauen und planen, planen, planen. Freuen tun wir uns jedenfalls schon sehr!!

Mangold mit roten und gelben Blattstielen
Mangold mit roten und gelben Blattstielen

Die Grüne Hauptstadt ist übrigens ein Titel, der seit 2010 jährlich durch eine Jury der Europäischen Kommission verliehen wird. Qualifizieren können sich europäische Städte, die hohe Umweltstandards erreicht haben und ehrgeizige Ziele im Umweltschutz und für eine nachhaltige Entwicklung verfolgen. Die Bewerberstädte müssen zu zwölf Themenfeldern Stellung nehmen. Essen setzte 2015 im Wettbewerb gegen Nijmegen, Hertogenbosch und Umea durch. Mitunter hat sich die Stadt durch ihren Wandel von einer Kohle- und Stahlstadt zur grünsten Stadt in NRW und drittgrünsten Stadt Deutschlands hervorgetan, sowie durch den ganzheitlichen Ansatz des Konzepts.

Die offizielle Eröffnung der Grünen Hauptstadt findet am 21. Januar (17.30 – 22.00 Uhr) und am 22. Januar (16.00 – 20.00 Uhr) in der Gruga statt. Sie bietet Illumination, Tanz, Theater, Walking-Acts, Klanginstallation und mehr. Als Eintritt zahlt man lediglich eine Plastiktüte (sollte man zu Hause noch haben…). Unsere Vermutung liegt nahe, dass die Tüten für eine Stadt-Skulptur verwendet werden, die über das gesamte Jahr in Zusammenarbeit mit Essener Künstlern und Folkwang Studierenden entstehen wird.

Essener Grugapark (Copyright: Rupert Oberhäuser)
Essener Grugapark (Copyright: Rupert Oberhäuser)

Und das ist erst der Anfang: Im Laufe des Jahres findet eine große Bandbreite schöner Projekte und Veranstaltungen statt, wie etwa Schnipseljagden zwischen Ruhr und Emscher, autofreie Zonen und grüne Meilen, erste öffentliche Badestellen an der Ruhr, gleich drei Aktionstage für lokale Produktion und nachhaltigen Konsum unter dem Titel „säen, ernten, Essen“, Hummelautobahn, Tree Parade, Green Fashion Tour und mehr.

Dann mal los, 2017 – zeig, wie grün Essen noch werden kann!

Link zur Grünen Hauptstadt 2017

Link zur Eröffnungsveranstaltung am 21. und 22. Januar

Kalender für ein Jahr – der taschenGARTEN 2017

Es ist schon Advent, Weihnachten rückt immer näher und ihr wisst noch immer nicht, was ihr einer Garten- oder Balkonfreundin (oder einem Freund) so schenken könnt? Dann haben wir einen heißen Tipp für Euch: den taschenGARTEN 2017! Der taschenGARTEN 2017 ist ein Terminkalender, der jährlich von der GartenWerkStadt in Marburg herausgegeben wird. Klar, wie in fast jedem Kalender gibt es eine Übersicht über die Jahre 2017 und 2018 sowie über die Ferientermine und bei einer Seite je Woche bewahrt man locker den Überblick. Lobenswert ist auch, dass es reichlich Platz für Notizen gibt.

Soweit so gut, klingt nicht besonders oder außergewöhnlich. ABER (und jetzt kommt’s): Dieser Kalender ist mehr als nur ein Kalender! Von den Machern wird er als „persönlicher Terminplaner und politischer Gartenkalender“ bezeichnet. Jedes Jahr widmet er sich einem anderen Thema. 2016 war es Wurzelgemüse, dieses Jahr ist es der Klimawandel. Denn (laut Zitat von Carlo Petrini, Präsident der Non-Profit-Organisation Slow Food International aus dem Kalender) „die Lebensmittelproduktion ist eine der wichtigsten Ursachen und eines der ersten Opfer des Klimawandels.“ Auf die politischen Aspekte des Klimawandels wird kurz, knapp und knackig zu Beginn des Planers eingegangen. Als Kalender für den praktisch orientierten Gärtner liegt der Schwerpunkt eher darauf, was man selbst tun kann, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Diese klimaschonenden Tipps sind in den zentralen Kalenderteil eingeflochten. Ergänzt wird das Ganze durch eine Vielfalt an jahreszeitlichem Gärtnerwissen, Buchempfehlungen und köstlichen Rezepten, sodass auch das willkürliche „Schmökern“ reichhaltig belohnt wird. Besonders toll und hilfreich sind die fast wöchentlichen Anbauanleitungen, anhand derer man sich gut und sehr bequem durch das Gartenjahr hangeln kann. Am Ende des Kalenders sind sie in Form einer Anbautabelle auf einen Blick für das ganze Jahr zusammengefasst. Handzeichnungen (dieses Mal sogar bunt!) sorgen für liebevoll gestaltete Details.

Die wöchentlichen Anbauanleitungen erleichtern das Gärtnern erheblich!
Die wöchentlichen Anbauanleitungen erleichtern das Gärtnern erheblich!

 

Der taschenGARTEN 2017 von der GartenWerkStadt wird im A5-Format auf Recyclingpapier gedruckt. Eine Spiralbindung und ein Gummiband als Verschluss halten ihn zusammen. Je nach Einkommen, wird mit Preisen nach Selbsteinschätzung zwischen 15 und 21 Euro gearbeitet. Er wird über die Website der GartenWerkStadt Marburg bezogen (Website siehe unten).

So sieht er von außen aus: der taschenGARTEN 2017So sieht er von außen aus: der taschenGARTEN 2017

 

Über die GartenWerkStadt

Die GartenWerkStadt ist 2012 gegründet worden mit dem Ziel, in Marburg Räume für eine Auseinandersetzung mit landwirtschaftlichen Themen und gesunder Ernährung ins Leben zu rufen. Dabei werden die Grundlagen des ökologischen Anbaus praktisch vermittelt und eine Diskussionsplattform für agrarpolitische Themen geschaffen. Zur GartenWerkStadt gehören verschiedene Bausteine, darunter die Gemeinschaftsgärten, das Projekt Gartenkinder, weiterhin werden Workshops, Vorträge, Kinovorführungen und Feste organisiert. Im Garten findet jährlich eine themenbezogene Ausstellung statt.

Näheres zur GartenWerkStadt findet ihr unter www.gartenwerkstadt.de Hier könnt ihr auch den taschenGARTEN 2017 bestellen!

Wurmkompost Teil 2 – Pflege

Mit Bau und Einrichtung unseres Wurmkompostes hatte ich naiv gedacht, das Thema sei weitestgehend abgeschlossen. Immer wieder mal Obst- und Gemüsereste dazugeben, fertig. Bis ich kürzlich bei sinkenden Temperaturen wieder kleine, vertrocknete Wurmkörperchen auf dem Balkonboden gefunden hatte. Die Panik setzte wieder ein. Denn inzwischen hatte selbst ich verstanden, dass die Flucht aus der Kiste ein Zeichen allgemeinen Unwohlseins ist.

Winter

Also, erstmal ihr zu Hause winterfest machen. Die Kompostwürmer sind kaltblütig und funktionieren am besten bei Temperaturen zwischen 15 und 25°C. Daher wird empfohlen, die Kiste in die Wohnung zu holen. Das kommt bei uns aber nicht in Frage, also mit Stroh, Styroporplatten, Decken oder Säcken aus atmungsaktivem Material einpacken. Ich hatte mich dazu entschlossen, im Baumarkt zwei Kokosmatten zu besorgen, die ich fachfrauisch um den Wurmkompost wickelte und – dank der pragmatisch-ingenieurhaften Denkweise meines Freundes – mit Spanngurten befestigte. Ein weiteres Stück Kokosmatte habe ich auf den Deckel gelegt.

Infos

Im Internet liest man zum Thema Wurmkompost viel verschiedenes. Es gibt viele hilfreiche Seiten, wie die von Wurmwelten, Wilma in der Wurmkiste oder den Artikel unserer erfolgreichen Blogger-Kollegin Wasteland Rebel. Auf weniger seriösen Seiten liest man viele widersprüchliche Informationen. Ergänzend zur Internetrecherche entscheide ich mich also ganz klassisch als nächstes ein richtiges, kompaktes Buch zum Thema zu besorgen. Da ich bereits zwei Bücher von Andrea Heistinger besitze (die Autorin ist in Sachen Garten und Balkon sehr zu empfehlen!!!), entschied ich mich für „Kompost aus der Kiste“ von Lydia Brucksch und Jasper Rimpan aus dem Ulmer Verlag. Es hat sich doch gelohnt. Es liefert kompaktes Wissen, ist mit charmanten Zeichnungen ansprechend gestaltet und bietet für viele, mir bisher nur teilweise unbekannten Probleme Lösungen. Hätte ich mich da mal früher mit beschäftigt – einiges hätte ich anders gemacht.

Wurmtee und Staunässe

Das wichtigste, was ich bisher vernachlässigt hatte, war der Wurmtee. Man soll ihn eigentlich alle ein bis zwei Wochen leeren! Denn ein volles Auffangbecken kann zu Staunässe führen und bei einem zu hohen Feuchtigkeitsgrad in der Wurmkiste kann der Inhalt nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden. Das führt zu anaeroben Verhältnissen und Fäulnis. Bei einer Kiste aus Holz ist das etwas weniger problematisch, denn die Feuchtigkeit kann durch die Holzkiste diffundieren (im Gegensatz zu Kunststoff). Zudem gibt es ausreichend Ritzen und Lücken, die den Austausch erleichtern. Dennoch schaue als nächstes in das Auffangbecken. Es ist nicht allzuviel Flüssigkeit darin, der Wurmtee hat eine tiefbraune Farbe und stinkt nicht. Mein Freund, der eindeutig eine feinere Nase hat als ich, bestätigt das. Aber auch jetzt schwimmen einige (wenige) tote Kompostwürmer darin. Was ich nicht wusste, ist dass die Würmer teilweise zum Abkühlen in das Auffangbecken wandern. Manchmal kommen sie da nicht wieder heraus und ertrinken. Daher soll man größere Steine hineinlegen, damit sie sich so retten und wieder rausklettern können. Ich baue erstmal aus kleineren Steinen, die ich noch auf dem Balkon habe, einen Steinhaufen in eine Ecke. Den Wurmtee fülle ich in eine Kunststoffflasche ab. So kann man ihn gut lagern. Der Deckel muss allerdings etwas geöffnet bleiben, damit Sauerstoff hinein kommt und der Wurmtee nicht kippt. Alternativ kann man ein kleines Loch in den Deckel schlagen. Bei Glasflaschen besteht die Gefahr, dass sie durch den Druck, der entsteht, explodieren können! Faul riechenden Flüssigdünger kann man mit Wasser verdünnen. So kommt wieder Sauerstoff hinein und er wird wieder aerob.

Wurmkompost Pflege: Wurmtee in der Kiste
Wurmtee in der Kiste

 

Wurmkompost Pflege: Etwa 500 ml konzentrierter Wurmtee in der Flasche.
Etwa 500 ml konzentrierter Wurmtee in der Flasche.

 

Was ich womöglich noch anders gemacht hätte? Zu Beginn hätte ich anstelle mit einer Art Kompostwurm mit einer Mischung aus den drei empfohlenen Arten Eisenia fetida, Eisenia andrei und Dendrobaena veneta gestartet. Diese drei sind die Experten, wenn es sich um das Zersetzen organischen Materials geht. Letztere, Dendrobaena veneta, wird von Anglern auch gerne als Köder für Fische gezüchtet! Hat man alle drei in der Kiste, setzt sich mit der Zeit die Wurmart durch, die am besten für den eigenen, ganz persönlichen Kompost geeignet ist. Womöglich hätte ich mich auch für eine horizontale Wurmkiste anstelle einer vertikalen entschieden. Bei einem vertikalen Wurmkompost stapelt man Boxen übereinander. Bei einem horizontalen Wurmkompost hat man hingegen eine einzelne große Kiste, in deren Mitte ein Gitter als Trennwand steht. Man füllt zuerst die eine Hälfte und geht dann, wenn sie voll ist, zur anderen über. Die Würmer gelangen durch das Gitter in die andere Seite der Box. eine Aber hey, was soll’s. Meine „Tennessee Wiggler“ vermehren sich und zersetzen, was da ist.

Wurmkompost Pflege: Eisenia fetida at work
Eisenia fetida at work

 

Standort

Die Kiste steht auch gut: zwar auf dem Balkon, aber geschützt unter einem Tisch. Das heißt, es gibt keine direkte Sonneneinstrahlung im Sommer und sie kann bei Regen nicht mit Wasser volllaufen. Auch die Entscheidung für das Holz war gut. Da es (mitunter durch die Ritzen, die zwischenzeitlich entstanden sind) recht atmungsaktiv ist, sollte eine gute Sauerstoffzufuhr gewährleistet sein und eine anerobe, faulige „Situation“ wird vermieden.

Fütterung

Gefüttert habe ich sie doch gut und sorgfältig. Und zwar so:

  • Obst- und Gemüseabfälle (möglichst Pestizid- und Herbizidfrei!!!)
  • Samen
  • Bananenschalen meiden, da die Zersetzung sehr lange dauert
  • Kaffeesatz (auch mit Filter möglich) und Teebeutel ohne Klammer und Etikett
  • Keine gekochten Essensreste (dürfen selten und wenig zugefüttert werden)
  • Keine Milchprodukte
  • Kein Fleisch, Knochen oder Fisch
  • Keinen Tierkot
  • Keine Hochglanzprospekte oder farbig bedrucktes Papier
  • Keine fettigen oder sehr salzigen Nahrungsmittel
  • Gewürze (sofern aus pflanzlichen Bestandteilen) sind OK
  • Haare oder Staub aus dem Haushalt sind auch in Ordnung
  • Biologisch abbaubare Kunststoffe sollen nicht hineingeworfen werden, wie natürlich auch keine Etiketten von Bananen oder Äpfeln.

Was ich NICHT gemacht habe, ist:

  • Säurehaltige Abfälle wie Knoblauch, Zwiebeln, Zitrusfrüchte und –schalen, Rhabarber oder anderes vermeiden
  • Keimfähige Samen raushalten
  • Mineralmix, Kalk und/oder Gesteinsmehl füttern
  • Papier- oder Zeitungsreste (schwarz/weiß), Eierkartons, Klopapierrollen zugeben
  • die Zugaben kleinschneiden

 

Säurehaltige Abfälle

Zitronen oder Zwiebeln können (klaro) zu einer Übersäuerung des Komposts führen. Das tut den Kompostwürmern überhaupt nicht gut. Sie funktionieren am besten bei einem pH-Wert von fünf bis sieben. Mit Fortschritt der Verrottung tendiert der Kompost zu Übersäuerung. Testen kann man den pH-Wert mit einfachen Teststreifen (oder Indikatorpapier) aus der Apotheke. Daher ist es wichtig, einmal die Woche eine kleine Handvoll Kalk hinzuzugeben. Den gibt es günstig im Gartencenter. Alternativ kann man auch Eierschalen malen und in die Kiste streuen. Hier gibt es allerdings das Risiko, dass mit den Eierschalen Salmonellen in die Kiste gelangen und letztere sich dort vermehren. Das ist natürlich ungünstig, wenn man den Kompost oder auch den Wurmtee weiterverwenden will. Ein vorheriges Erhitzen bringt nicht den gewünschten Erfolg, da die Eierschalen sich chemisch verändern und die Kompostwürmer den Kalk nicht mehr so gut aufnehmen können.

Wurmkompost Pflege: Zwiebeln, Zitrus und Etiketten habe ich wieder herausgefischt.
Zwiebeln, Zitrus und Etiketten mögen Kompostwürmer schonmal gar nicht.

 

Keimfähige Samen im Wurmkompost

Bei Samen (z.B. Kürbiskerne) muss man einfach wissen, dass sie im Kompost keimen können. Die Würmer rühren sie dann nicht an. Das gleiche gilt für Sprossen. Entweder, man kocht sie vorher ab oder man schneidet die Samen durch. Werden sie doch wie sie sind in den Kompost gegeben, kann man sprießende Keime auch einfach durchbrechen.

Mineralstoffe

Auch Kompostwürmer brauchen bestimmte Mineralstoffe. Das ist auf den ersten Blick nicht offensichtlich. Macht man das nicht, besteht aber das Risiko, dass der Wurmkompost nach wenigen Jahren kippt und die Wurmpopulation stirbt. Auf einschlägigen Websites (z.B. Wurmwelten.de) gibt es einen speziellen Mineral-Mix, der relativ günstig ist, Kalk enthält und von dem man wohl lange etwas hat. Da ich noch einen Sack Urgesteinsmehl auf dem Balkon stehen habe, habe ich nachgeforscht. Scheinbar kann man anstelle des Mineral-Mixes auch Urgesteinsmehl (inkl. Kalk) zufüttern. Ich versuche es erstmal damit, das erspart Ressourcen, Kosten, Versand per Botendienst und den Rattenschwanz, der damit zusammenhängt.

Wurmkompost Pflege: Etwas Urgesteinsmehl hält den Wurm fit
Urgesteinsmehl mit Kalk hält den Wurm fit

Papier/Kartonage

Ja, man soll auch Papier (oder Kartonage) zufüttern. Das Klima soll zwar feucht sein, allerdings darf keine Staunässe entstehen. Papier oder Kartonage saugt Flüssigkeit auf und verhindert Staunässe, wie auch Fäule. Die Würmer fressen es auch gerne. Entgegen allen bösen Vermutungen, ist schwarz-weiß bedrucktes Zeitungspapier vollkommen in Ordnung und unbedenklich. Die Farbe besteht überwiegend aus Ruß, Harzen und Mineralen. Fernhalten sollte man sich von Buntdrucken, Hochglanzprospekten und Servietten. Sie können Schwermetalle enthalten In der Aufbereitung von Druckerpapier und gebleichten Taschentüchern werden viele schädliche Chemikalien verwendet. Man kann aber auch etwa Eierkartons oder leere Klopapierrollen verwenden. Hauptsache kohlenstoffhaltig. Insgesamt sollte Papier oder Kartonage etwa 25 bis 30% der zugegebenen Materie ausmachen.

Wurmkompost Pflege: Etwas kleingerupftes Papier auch.
Etwas kleingerupftes Papier auch.

Zerkleinerung und Verwertung

Was mir auch nicht ganz klar war, ist wie die Kompostwürmer die Abfälle verwerten. Sie sind auf jeden Fall auf Mitstreiter angewiesen, die ihnen ihre Nahrung vorbereiten. Daher ist es wichtig, die organische Materie vor der Zugabe in den Kompost kleinzuschneiden und so die Oberfläche für die Zersetzung zu vergrößern. Kleinstlebewesen zerkleinern die Nahrung für die Würmer, welche dann eher einen vorverdauten Brei aufschlabbern. Über Drüsen wird diesem Brei Kalk zugeführt, der ihn weniger sauer macht. Enzyme im Darm helfen alles zu zerkleinern. Feste Bestandteile, wie Sandkörner oder Mineralien, fungieren als „Mühlsteine“. Es wird tatsächlich nur ein kleiner Teil der Nahrung verdaut. Die Produkte verkitten die weiteren organischen Stoffe mit den Bodenteilen und bilden sogenannte, für Mikroorganismen wertvolle Ton-Humus-Komplexe.

Mitbewohner

Neben Mikroorganismen können auch andere Mitbewohner in der Kiste vorkommen. Sieht man viele kleine, weiße Würmchen (ca. 0,5 bis 3 cm lang), handelt es sich womöglich um Enchyträen. Sie sind nicht schlimm, auch sie ernähren sich gerne von abgestorbener Materie. Allerdings sprechen sie eher für ein saures Milieu, was wiederum ungünstig für die Kompostwürmer ist. Abhilfe schaffen kann man durch Zugabe von Kalk oder Mineral-Mix. Ich meine, sie im Sommer gesehen zu haben, aktuell sind sie aber in meinem Kompost nicht auffindbar.

Bodenbakterien spielen natürlich eine wichtige Rolle im natürlichen Zersetzungsprozess. Sie schließen Nährsalze auf, sodass sie den Pflanzen zur Verfügung stehen. Im Kompost kommen aerobe Bakterien vor. Sie benötigen Sauerstoff. Wird die Sauerzufuhr verhindert oder wird mehr Materie zugegeben, als verwertet werden kann, nehmen die anaeroben Bakterien zu. Fäulnis entsteht, die Kompostwürmer meiden die anaerobe Stelle und werden krank.

Selbstverständlich kommen im Kompost Pilze vor. In der Wurmkiste treten verschiedene Pilzarten auf, die auch von alleine wieder verschwinden. Sie helfen beim Abbau der organischen Materie und dürfen nicht fehlen, insbesondere, wenn es sich dabei um verholztes Material handelt. Schimmel kann auch an Nahrungsmitteln auftreten und ist natürlicher Teil des Zersetzungsprozesses. Sofern weitere Materie sparsam zugegeben wird, verschwindet auch er von alleine wieder. Falls einem bei bestimmtem Schimmel unwohl ist, kann man das Substrat unter die weitere Masse unterheben oder im Hausmüll entsorgen.

Wir geben relativ viele Obstreste in den Kompost, daher gibt es leider auch viele Fruchtfliegen. Sie kommen mit der Obstschale in den Kompost und können wirklich nerven. Hier hilft eine Hanfmatte. Die habe ich zugegebener Maßen noch nicht, die Anschaffung steht aber an. Ich hatte den Kompost zunächst mit Zeitungspapier abgedeckt, was nicht geholfen hat. Eigentlich ist Zeitungspapier als Abdeckung nicht wirklich ratsam, zum einen wegen der bereits erwähnten farbigen Drucke, zum anderen, weil unter zu vielen Lagen Zeitungspapier wiedermal faulige Zustände entstehen können. Unter der Hanfmatte ist es stets dunkel und feucht, es bleibt aber atmungsaktiv. Ein Klima wird erzeugt, in dem sich die Larven der Fruchtfliegen nicht wohlfühlen (nicht zu feucht).

Pflege Wurmkompost: Drosophila in da house!
Drosophila in da house!

Das andere Mittel gegen Fruchtfliegen ist eine Essigfalle. Hier muss man jedoch aufpassen. Sie eignet sich besonders für den Innenraum, den draußen können auch andere, hilfreiche Insekten auf die Falle „hereinfallen“. Für eine Essigfalle mischt man Essig mit zwei bis drei Tropfen Spülmittel und etwas Zucker. Alternativ ist etwa Agavendicksaft, Honig oder anderes möglich. Was Süßes, eben. Beim Versuch ihre Eier in der Mischung abzulegen, ertrinken die Fruchtfliegen. Diesen Sommer haben wir die Falle schon viele Male in der Wohnung ausprobiert und sie klappt ganz hervorragend. Man kann die Obstreste auch in Zeitungspapier einwickeln und unter der Hanfmatte platzieren.

Es gibt noch weitere Mitbewohner wie Springschwänze, Asseln, Milben und Tausendfüßer, die im Zersetzungsprozess alle ihren Beitrag leisten und recht unbedenklich sind. In unserem Kompost habe ich sie noch nicht bewusst gesehen. Dafür eine kleine Schnecke, die sich durchgefressen hat. Die habe ich dann doch in den Nachbarsgarten geworfen…

Pflege Wurmkompost: Bis auf weiteres, kleines Schnecken!
Bis auf weiteres, kleines Schnecken!

Das bringt mich langsam an das Ende dieses Artikels zum Thema Wurmkompost Pflege. Eine Ernte des Komposts steht noch lange nicht an und ist eine andere Geschichte. Auch das ist spannend zu erleben, wie aus den ganzen Gemüseresten, die wir über die Monate in den Wurmkompost gegeben haben, kompakte Erde wird. Es gibt auf jeden Fall noch viel zu lernen. Und auch hier die Frage an Euch, was sind Eure Erfahrungen? Vertikal oder horizontal? Drinnen oder draußen? Mineral-Mix oder Urgesteinsmehl? Aerob oder anaerob? Welche Mitbewohner sind bei Euren Kompostwürmern eingezogen? Ich will’s wissen und freue mich über jede Rückmeldung!

Hilfreiche Informationen zur Wurmkompost Pflege findet man etwa hier:

Brucksch, L.; Rimpan, J.: „Kompost aus der Kiste“; Ulmer Verlag.

Grand, A.; Heistinger, A.: „Biodünger selber machen“; Löwenzahnverlag.

Wasteland Rebel – Artikel zum Thema Wurmkompost „Kompostieren in der Stadtwohnung mit einer Wurmkiste“: http://wastelandrebel.com/de/kompostieren-in-der-stadtwohnung-mit-einer-wurmkiste/

Wilma in der Wurmkiste – Workshops zum Thema und Blog : www.wilma-wurmkiste.de

Wurmwelten – Shop für Kompostwürmer und Zubehör, sowie Infos und Forum rundum das Thema: www.wurmwelten.de