Von der Fensterbank auf den Balkon – nach den Eisheiligen!

Inzwischen heißt es auch im Garten und auf dem Balkon endgültig „Winter ade“! Denn die Eisheiligen sind endlich durch das Land gerauscht. Bis zu fünf gibt es und jedem (bzw. jeder) ist ein Tag gewidmet. Streng genommen zählen dazu Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai). Erweitert wurden sie inzwischen vielerorts um Mamertus (11. Mai) und zuletzt die „Kalte Sophie“ (15. Mai).

Nach den Eisheiligen ist vor den Eisheiligen

Allerdings beziehen sich die Tage auf den alten sogenannten „Julianischen Kalender“. Das heißt, dass sich die letzten, möglichen Kälteeinbrüche bei unserem heutigen Kalender (1582 aus der Gregorianischen Kalenderreform entstanden)  einige Tage nach hinten verschieben. Die „Kalte Sophie“ fällt laut unserem Kalender eigentlich auf den 22. Mai. Danach, so sagt die alte, bäuerliche Erfahrung, kommt es nicht mehr zu Nachtfrösten. Denn auch wenn die Temperaturen in der ersten Maihälfte schon recht hoch sein können, passiert es doch gelegentlich, dass von Norden her kalte Polarluft einströmt und es bei klarem Himmel Bodenfröste gibt.

Basilikum und Tomaten stehen auf dem Balkon bereit zum auspflanzen!
Nach den Eisheiligen können liebevoll vorgezogene Pflanzen endlich bedenkenlos auf den Balkon auswandern!

 

Balkonbegrünung en masse

Nun heißt es also auspflanzen, was das Zeug hält! Alles, was man vorgezogen hat! Also auch Tomate, Paprika, Chilli, Aubergine, Gurke, Zucchini, Basilikum, diverse Sommerblumen und mehr! Selbst ein paar Zimmerpflanzen habe ich heute rausgestellt. Am besten, man pflanzt am Morgen. Starkzehrer, wie Tomate, Chilli, Aubergine, Gurke bekommen noch eine Handvoll Langzeitdünger mit auf den Weg. Einfach vor dem Pflanzen in das Pflanzloch werfen. Und auf jeden Fall nach dem Pflanzen gut anwässern!

Eine Handvoll Dünger schadet Starkzehrern nicht.
Eine Handvoll Dünger schadet Starkzehrern nicht.

 

Nach dem Auspflanzen lassen sie sich etwas hängen - aber nicht für lange.
Nach dem Auspflanzen lassen sie sich etwas hängen – aber nicht für lange.

 

Erstaunt bin ich jedes Jahr wieder, wie schnell es dann auf dem Balkon um die Zeit durch das Pflanzen von heute auf Morgen grün wird und man wieder das Gefühl hat, dass die ganze Arbeit sich ein Stück bezahlt macht. In den nächsten Wochen heißt es dann vor allem Wässern, Pflegen, irgendwann ernten und vielleicht ein paar Samen für das nächste Jahr gewinnen…

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