Jetzt wird’s sauer: Rhabarber Sirup

Endlich ist es April, endlich ist Rhabarberzeit! Wenn ihr bei Smoothies aus Spinat und Roter Bete nicht in Freudenstürmen ausbrecht, könnt ihr euch einen säuerlich-süßen Gemüsedrink aus unserem Rhabarber Sirup mixen. Obwohl Rhabarber oft zur Zubereitung von Süßspeisen wie Kuchen und Konfitüren verwendet wird, handelt es sich nicht um ein Obst, sondern um ein Gemüse. Er ist nicht nur sehr kalorienarm, sondern bringt auch durch natürliche „Anthrachinone“ den Darm in Schwung.

Ein kleines Rhabarber-Porträt

Rheum rhabarbarum zählt zu den Knöterichgewächsen wie zum Beispiel auch der Sauerampfer. Er ist sehr pflegeleicht und wächst in der Sonne und im lichten Schatten. Im Garten meiner Eltern hat er seinen Platz im Halbschatten am Ende eines Blumenbeetes. Dort liefert er uns jedes Jahr eine gute Ernte. Bisher habe ich es noch nicht versucht Rhabarber auch auf dem Balkon anzupflanzen, aber ich denke es ist einen Versuch wert, wenn der Topf groß genug ist. Da der Rhabarber sehr große Blätter hat, die seine Verdunstung bei Hitze erhöhen, glaube ich, dass er am besten auf einem Halbschattenbalkon zurecht kommt. Auf meinem heißen Sonnenbalkon wäre es dem guten Rhabarber wohl einfach zu heiß und zu trocken. Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass es sich bei Rhabarber um einen Starkzehrer handelt. Die Pflanze muss für den perfekten Ertrag regelmäßig gedüngt werden.

Worauf muss man bei der Verwendung von Rhabarber achten?

Bei der Verarbeitung von Rhabarber ist es wichtig, dass man die Blätter nicht verwendet. In den Blättern steckt Oxalsäure, die in hoher Dosierung giftig ist. Man sollte ihn deshalb nicht in Metallgefäßen aufbewahren oder in Alutöpfen kochen! Denn die Säure kann sich mit dem Metall verbinden, wodurch Giftstoffe entstehen können. Um eine zu hohe Konzentration von Oxalsäure im Rhabarber zu vermeiden, sollte er nur von April bis Ende Juni geerntet werden. Als Stichtag gilt der Johannistag am 24. Juni. Vielen ist der Tag auch als Ende der Spargelernte bekannt. Jedoch steigt im Sommer nicht nur der Oxalsäuregehalt in den Stielen des Rhabarbers, sondern es ist auch an der Zeit, der Pflanze den Zuwachs von neuen Blättern zu ermöglichen. Nur so ist bringt auch das nächste Jahr eine gute Ernte. Wer Rhabarber zubereitet, sollte darüber hinaus darauf achten, dass er den Rhabarber nicht roh verzehrt. Das Backen oder Kochen des Rhabarbers ist ein guter Weg den Oxalsäuregehalt zu reduzieren.

 

Rhabarber Sirup

Rhabarber Sirup

Zutaten

  • 700 Gramm rote Rhabarberstangen
  • 400 ml Wasser
  • 250 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Zitronensäure / oder Saft von einer halben Zitrone

Zubereitung

  1. Den Rhabarber waschen und in kleine Stücke schneiden.
  2. Wer die schöne rote Farbe erhalten möchte, darf den Rhabarber nicht schälen.
  3. Den Rhabarber mit dem Wasser in einen Topf geben und 15 Minuten lang auf niedriger Stufe einkochen.
  4. Ein zweiter Topf wird zur Hand genommen und das Muß durch ein Sieb gestrichen, um den Saft aufzufangen.
  5. Nun können Zucker, Vanillezucker und Zitronensäure bzw. Zitronensaft hinzugefügt werden.
  6. Die Mischung sollte noch ein weiteres Mal 15 Minuten leicht köcheln.
  7. Fertig! Jetzt kann der Sirup in sterilisierte Flaschen abgefüllt werden.
http://www.vonundzugruen.de/rhabarber-sirup/

Rhabarber Sirup

Rhabarber und unser Lieblings-Zungenbrecher

Falls ihr in der großen Welt des Internets noch nicht Rhabarberbarbara und den Rhabarberbarbarabarbarbaren begegnet seid, teilen wir mit euch diesen wunderbaren YouTube Link. Schaut euch an was Rhabarberbarbara in ihrer Bar zaubert und genießt dabei euren selbstgemachten Rhabarber Sirup.

Variationstipp: Sobald die Erdbeerzeit beginnt, könnt ihr auch sehr gut Erdbeeren un Rhabarber zusammen zu einem Sirup einkochen. Schmeckt großartig zu frischem Vanillepudding.

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