Scholle für eine Saison – ein Selbstversuch

Das erste Mal, dass ich von vorbestellten Ackerstreifen á la Meine Ernte oder Ackerhelden hörte, war ich zwiegespalten. Eine geniale Idee für Berufstätige und alle, die nur wenig Zeit investieren wollen und/oder können und/oder wenig Ahnung vom Gärtnern haben. ABER: Eigentlich will ich doch alles oder nichts, im Schweiße seines Angesichts die eigene Scholle umgraben, den Boden vorbereiten, säen, jäten, pflegen und die Früchte meiner harten Arbeit ernten! Attraktiv ist, dass einem durch die Vorbestellung ein guter Teil der Arbeit abgenommen wird sowie der relativ geringe Aufwand den man betreiben kann, um sich zu einem recht guten Preis eine Saison lang mit eigenem Gemüse zu versorgen. Zudem erlebt man anhand der eigenen Erfahrung die Saisonalität von Gemüse. Der Balkon platzt aus allen nähten – das Vorhaben kann auch als eine Vorstufe zu einem eigenen Garten gesehen werden.

Es kam, wie es kam, zu Beginn des Jahres fragte dann eine Freundin an. Nun teilen wir uns zu fünft einen vorbestellten Ackerstreifen von 50 qm. Die Pragmatikerin in mir gewann: 30 Minuten Fahrzeit für eine Strecke mit dem Rad vs. knapp eine Stunde zum nächstgelegenen Biohof der das gleiche in, nun ja, bio anbietet. Unschlagbar, wenn man bedenkt, dass man auf dem Acker auch noch aktiv werden will! Zudem wollte ich der weitverbreiteten städtischen Vorstellung von Landwirtschaft etwas entgegensetzen, die sich oftmals gedanklich zwischen den Extremen idyllischer, (vermeintlich) perfekter Biohof und Massenanbau/-tierhaltung bewegt und dem Mittelmaß wenig Raum bietet.

Es ist also nun das Projekt „Feldfreunde“ vom Oberschuirshof im Essener Südwesten geworden. Ähnlich vielen Höfen, die eine Lage in direkter Nähe zu einem urbanen Raum wie dem Ruhrgebiet haben, hat auch der Betrieb von Familie Weber viele Standbeine: mit 60 ha Ackerfläche, einem Schweine- und Geflügelhof, Hofladen und dem Projekt „Feldfreunde“ nennt er sich einen „Bauernhof zum Anfassen“. Hier kann man zwischen Mai und Oktober zu einem guten Preis Ackerstreifen von entweder 50 oder 100 qm für eine Saison anmieten. Eine festgelegte Zahl an Gemüsesorten ist vorgesät, die ersten Meter des Streifens sind durch die Mieter frei bepflanzbar. Zum Ende der Saison wird das Feld geräumt. Die Lage ist toll: Unter freiem Himmel schweift der Blick schnell über die grünen Ruhrhöhen.

 

Unser Ackerstreifen Anfang/Mitte Mai 2016
Unser Ackerstreifen mit Blick auf das Ruhrtal (Mitte Mai 2016)

 

Ab Anfang Mai erhält man regelmäßig Newsletter mit wichtigen und aktuellen Infos und Tipps. Familie Weber steht einem mit Rat und Tat für weitere Fragen beiseite. Seit diesem Jahr (2016) erhält man im Hofladen je 50 qm ein Starter-Paket „Kräuter und Blumen“. Auch im Laufe der Saison kann man Setzlinge und Saatgut dort zum Nachpflanzen kaufen. Wasserstellen und Kompostlager werden eingerichtet, es gibt eine Hütte, in der Werkzeug zur Verfügung steht. Auch Rankgitter und Bambusstäbe werden jedem Feld für rankende Pflanzen wie Bohnen oder Erbsen bereitgestellt. Hunde sind grundsätzlich willkommen, sofern man auf den Schutz der Felder achtet und berücksichtigt, dass hier Lebensmittel angebaut werden! Positiv ist auch die Kooperation mit Foodsharing: Im Werkzeugschuppen am Anfang des Feldes findet man Infos zum Projekt und eine Sammelkiste für überschüssige Ernte.

 

Erste Ernte
Erste Ernte (Mai 2016)

 

Alles schießt – Unser Acker im Juli 2016

 

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Phacelia als wahrer Bienenfreund

 

Von dem Ergebnis bin ich positiv überrascht. Bisher reicht das geerntete Gemüse allemal für uns fünf. Der Gedanke entspannt, dass einem die erste Arbeit abgenommen wird und jedem selbst überlassen bleibt, wie viel Aufwand in die eigene Scholle gesteckt wird. Abhängig davon ist natürlich auch der Ertrag… Deutlich wird auch die Abhängigkeit der Landwirtschaft vom Wetter. Je nach Wetterlage kann es durchaus passieren, dass sich manche Gemüsesorten besser und andere schlechter entwickeln. Immer wieder ist es interessant zu beobachten, wie unterschiedlich die ursprünglich identischen Felder gestaltet werden mit Pflanzen, Fußwegen, Bänken, Stühlen, Windrädern und mehr. Ein wenig kurios und etwas konservativ erscheint mir nach wie vor das Bild des Städters, der an den Stadtrand fährt, um dort emsig seine Scholle zu bewirtschaften. Man grüßt sich freundlich, ein bisschen entsteht ein Gefühl von Kleingartenidylle. Dennoch ist es toll zu sehen, mit wie viel Enthusiasmus und Mühe viele ihr Feld für eine Saison beackern. Sehr unterschiedliche Gruppen treffen dort aufeinander, Familien, Freunde, Singles, Studenten, junge Paare, Berufstätige, Rentner und viele mehr. Alle freuen sich über ihr kleines Stück grünes Glück und ein Stündchen oder zwei Flucht aus der Stadt.

 

Variationen einer Bank
Variationen einer Bank

 

Exotischer Freund
Exotischer Freund

 

Vielfalt
Grüne Vielfalt

 

Saisonal mietbare Ackerstreifen rundum Essen (Ruhr):

Oberschuirshof der Familie Weber in Essen-Schuir (Feldfreunde) – http://www.feldfreunde.de

Biohof Oberhammshof in Essen-Fischlaken (Bauer Günther Maas) – Mittelhammshof@aol.com

 

Bundesweit aktive Angebote:

Meine Ernte (in Essen-Kray auch am Bauernhof Mechtenberg) – http://www.meine-ernte.de

Ackerhelden (Partner von Bioland) – http://www.ackerhelden.de

 

Wie sind Eure Erfahrungen mit vorbestellten Ackerstreifen? Erntet ihr auch kindskopfgroße Kohlrabi oder ärgert ihr Euch über die magere Möhrenernte? Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen!

Ein kleines Paradies: Pfarrgarten Saxdorf

Im südlichen Brandenburg zwischen Bad Liebenwerda und Mühlberg/Elbe liegt Saxdorf.

Seit fast 40 Jahren wird der Saxdorfer Pfarrgarten durch den Künstler Hanspeter Bethke und den Pfarrer Karl-Heinrich Zahn gestaltet. Das Gartenkunstwerk ist Gegenstand ständiger Veränderung – sowohl durch den Lauf der Jahreszeiten als auch die Arbeit der Gärtner.

In unermüdlicher Kleinarbeit wurden viele Raritäten zusammengetragen: seltene Gehölze, englische und historische Rosen, eine Sammlung von Phloxen von Karl Foerster, zahlreiche Heliopsis und Hellenium-Arten, Hemerocallis, viele Lilienarten, prächtige Strauchpäonien (darunter auch eigene Züchtungen), eine beachtliche Dahliensammlung, viele Bambussorten, im Gewächshaus drängen sich ca. 170 verschiedene Kamelien, in Kübeln seltene Agapanthus, Passiflora-Arten, verschiedene Myrthen oder der duftende Ananassalbei. Einen weiteren Sammlungsschwerpunkt stellen die Kakteen dar. Jährlich werden ein Bambusfest und ein Rosenfest veranstaltet, denn im Pfarrgarten entstehen auch eigene Rosensorten.

Pfarrgarten Saxdorf

Pfarrgarten Saxdorf

Pfarrgarten Saxdorf

Pfarrgarten Saxdorf

Pfarrgarten Saxdorf

Pfarrgarten Saxdorf

Pfarrgarten Saxdorf

Pfarrgarten Saxdorf

Pfarrgarten Saxdorf

Pfarrgarten Saxdorf

Pfarrgarten Saxdorf

Pfarrgarten Saxdorf

Pfarrgarten Saxdorf

 

KptnCook – stressfrei Kochen

Nach einem anstrengenden Tag auf der Arbeit, an dem man nur noch die Füße hochlegen möchte, liebäugelt auch der ambitionierteste Hobbykoch mal mit einer Falafeltasche von der Dönerbude ums Eck, oder der Notfall TK-Pizza, die ganz weit hinten im Gefrierfach deponiert ist. Viel zu wenig kann man sich darauf verlassen, dass Rezepte für schnelle Küche auch wirklich das Halten was sie versprechen. Schon im Sommer 2014, damals noch im Beta-Stadium, habe ich die App KptnCook kennengelernt, die es schafft einfallsreiche Gerichte so zu präsentieren, dass sowohl der Einkauf, als auch das Kochen blitzschnell gemacht sind. Hier für euch eine kleine Bewertung der Rezepte App KptnCook.

Welche Rezepte findet man auf KptnCook?

Zusammengetragen von einer jungen Community  deutscher und amerikanischer Food-Blogger, präsentiert KptnCook täglich drei Rezepte, die zu großen Teilen vegetarisch oder auch vegan sind. Die Gerichte kommen ohne viel Schnickschnack aus und machen es möglich in nahezu jedem Supermarkt einzukaufen.

Den Preis im Blick

Wer auf sein Geld achtgeben muss, weil der Monat sich dem Ende zuneigt, oder das Bafög leider schon wieder viel zu früh aufgebraucht ist, hat mit KptnCook die Preise im Blick. In der App lässt sich der präferierte Supermarkt auswählen (z.B. Rewe, Alnatura, Denn’s Biomarkt und Real) und anhand dessen direkt der Preis des Einkaufs anzeigen lassen. Discounter sind nicht unter den Supermärkten – jedoch lassen sich sicherlich auch ein Großteil der Produkte ebenso bei Aldi, Lidl und Co finden. Als praktisch hat sich auch die Abhak-Funktion in der App erwiesen, die erlaubt, die Produkte, die schon im Einkaufswagen liegen, oder zu Hause schon vorhanden sind grün zu markieren. So kann man auf den Einkaufszettel verzichten und hat alles gut im Blick.

Wie gut lassen sich die Rezepte nachkochen?

Die Rezepte, die in der App eingestellt werden, lassen sich perfekt innerhalb ca. 30 Minuten vorbereiten und kochen. Es gibt keine versteckten Ruhezeiten oder ewige Schnibbelorgien, die die Zeit für die Zubereitung in die Länge ziehen. Die Arbeitsschritte sind anschaulich und mit sehr ansprechenden Fotos dokumentiert. Wenn man sich während des Kochens immer mal wieder die Finger abwischt, begleitet die App auch den unerfahrensten Hobbykoch angenehm durch den gesamten Kochprozess. Die Gerichte sind einfach nachzukochen und doch pfiffig, dass macht am meisten Spaß an KptnCook.

Bewertung der Rezepte App KptnCook Bewertung der Rezepte App KptnCook

 

 

 

 

 

Was könnte besser sein?

Wem ein Rezept auf KptnCook  gefällt, kann es als Favorit in seiner Bibliothek speichern. Je mehr Rezepte sich anhäufen, desto schwieriger ist es den Überblick zu halten. Es wäre schön, wenn man eine Suchfunktion zur Hand hätte, oder die Rezepte nach Zutaten oder ähnlichem kategorisierbar wären. Das favorisierte Rezept nicht wieder zu finden stresst und das hilft am Abend wirklich nicht weiter. Ich persönlich habe ab und zu auch mit längeren Ladezeiten zu kämpfen, dies hängt aber mit Sicherheit auch mit meinem betuchten Smartphone zusammen. Darüber hinaus kommt es ab und zu Wiederholungen – wer jeden Tag in die App schaut, wird immer mal wieder Dinge entdecken die er schon kennt. Da dies aber im überschaubaren Maße geschieht, ist das aus meiner Sicht noch vertretbar.

Wie verdient KptnCook  Geld?

Zunächst ist die KptnCook App sowohl im Appstore als auch im Google Play Store kostenfrei, jedoch ist die Bibliothek auf das Abspeichern von 25 Rezepten beschränkt. Wer diese erweitern möchte, muss einen App-In-Kauf tätigen. Da ich als Beta-Nutzerin 100 Speicherplätze bekommen habe, bin ich noch nicht an meine Obergrenze gestoßen, aber die Informationsfunktion der App verrät, dass das Aufstocken um 25 Speicherplätze 1,99€ und um 100 Plätze 5,99 € kostet.  Das ist relativ happig. Aufgrund der fehlenden Ordnungsfunktion ist es jedoch fraglich, ob es wirklich sinnvoll ist mehrere hundert Rezepte zu speichern. In letzter Zeit habe ich auch ab und zu eine Werbeanzeige entdeckt, die erscheint, wenn man alle drei Tagesrezepte durchgescrollt hat. Dies finde ich in Anbetracht dessen, dass für Speicherplätze gezahlt werden muss unangebracht, auch wenn die Werbung nicht aufdringlich ist.

Bewertung der Rezepte App KptnCook – Das Fazit

KptnCook  ist eine ansprechende App für alle Vegetarier und Flexitarier, die schnell, bequem und übersichtlich Rezepte unter Zeitdruck nachkochen möchten. Das Design ist sehr ansprechend und die Handhabung zu größten Teilen benutzerfreundlich. Die Preise für mehr Speicherplatz sind relativ hoch, aber die Qualität der Rezepte ist überzeugend. Wer also keine überbordende Rezepte-Enzyklopädie anlegen möchte, sondern eine überschaubare Liste schöner Rezepte erstellen möchte und sich täglich auf neues freut, der ist bei Kptn Cook richtig.

Hier ist der Link zur KptnCook Webseite und zum KptnCook Blog.

Diese Rezension bildet meine persönliche Meinung zu KptnCook ab – wir haben an keiner Stelle eine Finanzierung erhalten, sondern wollen allein unsere Entdeckung mit euch teilen.

Wurmkompost Teil 1: Über den Bau einer Wurmfarm

Seit über einem Jahr träume ich von einem Wurmkompost auf dem Balkon. Allein die Vorstellung, die Bioabfälle nicht mehr verschwenderisch in den Restmüll werfen zu müssen und stattdessen gewinnbringend in „schwarzes Gold“ und Flüssigdünger umwandeln zu können! Geschenkt, Geduld ist gefragt und einen Großteil des Gewinns werde ich an andere Balkon- und Garteneigentümer abgeben müssen. Aber allein die Neugierde – funktioniert das wirklich?!

Der Prozess war lang, die Entscheidungen träge: Welches Material? PVC (hygienisch einwandfrei, aber was ist mit Weichmachern?), Holz (als nachwachsender Rohstoff unter den richtigen Bedingungen ökologisch sinnvoller, aber weniger hygienisch) oder doch PVC? Wie baut man so eine Kiste? Wie bereitet man Kompostwürmern ein schönes, muckeliges Heim? Es muss auf jeden Fall fix und fertig sein, wenn sie ankommen!

Dieser Blog bot nun den Anlass, das Projekt endlich umzusetzen. Anregung und Anleitung zum Bau einer Wurmkiste (aus Holz) fand ich im taschenGARTEN von 2015, einem tollen Kalender mit vielen praktischen Tipps für aktive Gärtner, herausgegeben von der GartenWerkStadt Marburg. Allerdings machte ich einen entscheidenden Fehler. Ich nahm eine Abkürzung. Warum schwer, wenn es auch leicht geht? Ich besorgte eine große, unbehandelte Holzkiste (FSC-zertifiziert) im Baumarkt. Als ich Löcher in die dünne Spanplatte bohrte, die sich Boden nannte, hätte ich es schon ahnen können. Sie splitterte wie verrückt und bog sich mit jedem Loch. Egal! Ich baute einen Deckel aus einer einfachen Holzplatte und zwei Kanthölzern, bereitete in der Kiste ein Bett aus Kokosfasern vor und fertig. Teil 1 des Projekts war für abgeschlossen erklärt, die Postkarte verschickt, mit der ich die Lieferung der Kompostwürmer (Eisenia foetida oder charmanter: „Tennessee Wiggler“) konkret anforderte.

Drei Tage später waren sie da: Als ich abends nach Hause kam, stand vor der Tür ein erstaunlich kleines, handliches Paket, dass einen weißen, verschnürten Plastiksack enthielt. Im Plastiksack waren annähernd 500 Kompostwürmer und etwas Mist als „Reiseproviant“. Ich hatte mehr erwartet. Behutsam gab ich sie in die Kiste und fügte als erste Mahlzeit im neuen Heim die biologischen Küchenabfälle des abends hinzu.

Bis zum nächsten Morgen waren Ameisen in die Kiste eingezogen. Von den Würmern kaum eine Spur. Sie hatten sich ins Dunkel zurückgezogen. Am Abend des ersten, richtigen Tages hatten sich die Würmer an die Seiten der Kiste „gewiggelt“. Ich dachte mir nichts dabei – schließlich wusste ich, dass sie noch dabei waren, sich einzuleben.

Der zweite Morgen bot ein Desaster. Ein grauenhafter Anblick erwartete mich auf dem Balkon: Überall auf dem Boden verteilt lagen kleine, trockene Körperchen, einige, wenige lebten noch! Durch Gewicht und Feuchtigkeit hatte sich der Boden der Kiste nach unten durchgebogen, sodass die Würmer über Spalten zwischen Boden und Seitenwänden entkommen konnten! Ich fühlte mich schlecht. Die armen Tiere. Nicht nur mussten sie sich in einer neuen, fremden Umgebung zurechtfinden. Ich vermute, einige waren vielleicht auch den Vögeln des Innenhofs ein gefundenes Fressen gewesen.

Ich sammelte ein, was ich einsammeln konnte und beseitigte, was beseitigt werden musste. Die Ränder der Kiste klebte ich provisorisch mit Klebeband zu. Meine „schlaue“ Abkürzung hatte nicht funktioniert, ich war trotz langer Vorfreude letztlich doch zu ungeduldig gewesen. Also musste ich nochmal ran und eine richtige Kompostwurm-Holzkiste bauen. Und das geht so:

 

Material für eine Kiste (Maße: 60x40x20 cm):

2x Brett 600x400x20 mm (als Boden und Deckel)

2x Brett 600x200x18 mm (als lange Seitenwände)

2x Brett 364x200x18 mm (als kurze Seitenwände)

4x Kanthölzer 360x10x10 mm (für Deckel und Boden je 2)

Holzschrauben, 3,0 x 35 m („Viele!“)

Dünne Nägel, ca. 30 mm („Viele!“)

Torffreie Erde oder Kokosblock als Füllmaterial

Filzmatte oder Zeitungspapier zum Abdecken des Materials

Standard-Kunststoffkiste aus dem Baumarkt (60x40x10 cm) als Auffangbecken für Flüssigkeiten (alternativ kann man natürlich eine zweite Holzkiste ohne Löcher im Boden bauen)

 

Werkzeug:

Hammer

Bohrmaschine

Akkuschrauber

Geodreieck

Bleistift

Material 160702_Wurmkiste_IMG_1254

Anleitung:

  • Die langen Seitenwände (2x 600x200x18 mm) und kurzen Seitenwände (2x 364x200x18 mm) mit dem Boden (1x 600x400x20 mm) durch dünne Nägel verbinden. Für mehr Stabilität habe ich zwischen die Nägel noch Schrauben gesetzt. Bitte nicht irritieren lassen von den Löchern, die auf den Bildern bereits im Boden zu sehen sind – schließlich war der erste Plan, bei der Baumarkt-Kiste nur den Boden zu ersetzen…

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  • Mit dem Akkubohrer die langen Seitenwände mit den kurzen Seitenwänden an allen vier Ecken verschrauben. Auch hier können zur Verbindung weitere Nägel dazwischen gesetzt werden. Ich habe es leider wieder nicht gemacht und es macht sich bemerkbar: die Löcher für die Schrauben sollten vorgebohrt werden!

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  • Die Kiste mit dem Boden nach oben drehen. An jeder kurzen Seite ein Kantholz mit 2 cm Abstand zum Rand auf den Boden nageln. Die Nägel sollten weniger als 3 cm lang sein, damit sie nicht in die Kiste hineinragen.
  • Mit Geodreieck und Bleistift im Abstand von 5 cm gleichmäßig Löcher auf dem Kistenboden vorzeichnen. Mit der Bohrmaschine die Löcher mit einem Durchmesser von 5 mm in den Boden der Kiste bohren. So kann die Flüssigkeit, die sich im Kompostierungsprozess bildet, abfließen und die Würmer können später zwischen den Kisten aufsteigen.

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  • Für den Deckel die anderen zwei Kanthölzer mit einem Abstand von 2 cm von den kurzen Seiten unter das zweite Brett (600x400x200 mm) nageln. Auch hier sollte die Länge der Nägel 3 cm nicht überschreiten, damit sie nicht durch den Deckel hindurchragen. Der Deckel sollte nun genau in die Kiste passen.

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  • Die Kiste auf das Auffangbecken stellen – fertig! Jetzt fehlt nur noch die Inneneinrichtung.

 

Und nun?

  • Die Würmer werden in die Kiste auf ein Bett aus ungedüngter, torffreier Erde gesetzt (Aussaaterde oder Kokosblocks). Um ausreichend Platz zu haben, sollten 500 Würmer in mindestens 6 Liter Erde gesetzt werden. Die Erde muss angefeuchtet aber nicht nass sein.
  • Damit die Oberfläche nicht anfängt zu schimmeln, legt man auf das Futter eine feuchte Hanf- oder Filzmatte. Eine angefeuchtete, dünne Lage Zeitungspapier funktioniert auch.
  • Im Laufe der Zeit sollte eine zweite Kiste entstehen damit immer eine Kiste geleert werden kann während die Kompostwürmer in der anderen Kiste wohnen.
  • Ich habe die Kompostkiste auf ein Rollbrett gestellt, damit ich sie bei Bedarf auf dem Balkon leicht verschieben kann.

Eine gute Quelle für Infos und Anleitung ist der Artikel „Kompostieren im Haus?!“ aus dem taschenGARTEN 2015, Hrsg. GartenWerkStadt Marburg.

Die erste Gurke vom eigenen Balkon

Die Gurke ist neben der Tomate wohl das beliebteste Gemüse auf den deutschen Salattellern. Wie eine brasilianische Freundin immer wieder sagt: „Deutschland ist ein Gurkenland!“. Umso trauriger war ich, dass es in den letzten Balkonjahren einfach nicht gelingen wollte, das knackige grüne Gemüse großzuziehen. Der Traum von der Gurke vom eigenen Balkon schien zu zerplatzen: Klein und hutzelig fristeten sie ihr Dasein und stellten dann im Laufe der Saison ihr Wachstum vollkommen ein. In diesem Jahr ist alles anders. Zusammen mit den verschiedenen Tomatensorten, der Malve und der Tagetes wurden seit Feburar/März auch zwei Schlangengurken auf meiner Fensterbank großgezogen. Mitte Mai zog eine der Gurken in einen großen Kübel auf den Balkon um. Vom großen Wurzelraum und der frischen Erde beflügelt, machte die Gurke einen riesigen Schuss und ich kam mit dem Anbinden der Pflanze kaum hinterher. Es ist mir nicht nur einmal passiert, dass das gute Stück an ihrer improvisierten Rankhilfe hinuntergerutscht ist. Für die kommende Saison habe ich mir deshalb schon viele Ideen notiert, wie man die Konstruktion verbessern kann. In diesem Jahr muss die Gurke sich leider mit der großen Stange und der stützenden Kraft der umliegenden Regale und Pflanzen zufrieden geben.

Gurke von eigenem Balkon - Das Blattwerk

Gurke von eigenem Balkon - Das erste Exemplar

Freudestrahlend entdeckte ich dann in der vergangenen Woche, versteckt hinter dem dichten Blattwerk die erste ausgewachsene Gurke. Schnell wurden die Abendessenspläne umgeworfen und an die Ernte angepasst. Haptisch ist die selbstgezogene Schlangengurke ein Erlebnis: an der Schale befinden sich an einigen Stellen kleine Dornen. Ein Merkmal das im Supermarkt wohl kaum Entzückung hervorrufen würde. Frisch gewaschen und angeschnitten, dann die nächste Feststellung, auch die Balkongurke ist herrlich saftig und besitzt im Gegenteil zu ihren Hybridschwestern noch sehr gut sichtbare Kerne, die sich jedoch im Salat als weich und nicht störend herausstellen.

Wie schmeckt die erste Gurke vom eigenen Balkon?

In Begleitung von Avocado, Salatapfel und Granatapfelkernen wurde die Gurke direkt noch am Abend als Salat verputzt. Ein kleiner Teil wanderte am kommenden Morgen als besonderes Extra auf mein Frischkäsebrötchen. Geschmacklich ähnelt die Schlangengurke vom eigenen Balkon den Gurken aus dem Supermarkt sehr, ich hatte das Gefühl, dass sie minimal mehr Bitterstoffe enthält als die konventionellen Produkte.

Gurke mit Avocado und Granatapfel

Gurke vom eigenen Balkon - Gurkensalat mit Avocado und Granatapfel

Jetzt wo die Gurkenpflanze in diesem Jahr ihr Bestes gibt, muss ich mich wohl stärker mit ihren Bedürfnissen auseinandersetzen. Neben der Problematik des richtigen Hochbindens stellt sich darüber hinaus die Frage was mit den Seitentrieben der Gurken geschehen soll, viele Bücher und Blogs empfehlen ähnlich wie bei Tomaten ein regelmäßiges Ausgeizen der Seitentriebe. Während dies bei der Tomatenzucht schon in Fleisch und Blut über gegangen ist, habe ich dies bei der Gurkenzucht bisher noch nicht bedacht. Wie sind eure Erfahrungen im Umgang mit den Seitentrieben? Welche Rankkonstruktion könnt ihr empfehlen? Ich freue mich sehr auf eure Tipps und hoffe, dass meine Pflanze mir noch ein paar weitere Geschenke für einen großen Salatteller macht.

Mangold-Pfanne mit Kreuzkümmel

Man denkt, man macht alles wie gehabt – säen, düngen, wässern, same procedure as every year. Trotzdem scheint auf meinem Balkon jede Saison unter einem anderen Stern zu stehen. Tomaten-Jahr, Gurken-Jahr, Petersilien-Jahr. Woran es liegt, wer weiß das schon. Das Wetter, der Mond, was noch?!

Dieses Jahr scheint jedenfalls ein gutes Jahr für Mangold zu sein. Der “Bunte Mangold”, den ich vom Biosaatgut-Versand gekauft hatte, wächst und gedeiht üppig. Was tun damit? Doch die Liste was man mit Mangold kochen kann ist lang. Nach einiger Überlegung musste ich an ein wunderbares Rezept denken, dass ich auf einer Reise entdeckte.

Vor zwei Jahren habe ich während einer Woche auf dem Elbradweg ein einfaches Gericht kennengelernt, das mich seitdem nicht loslässt und in dem Mangold, Tomaten und Kreuzkümmel die Hauptrolle spielen…

Mangold und Zwiebeln in der Pfanne
Mangold und Zwiebeln in der Pfanne

Mangold-Pfanne mit Kreuzkümmel

Zutaten

  • 1 Bund frischen Mangold
  • 1 Dose gewürfelte Tomaten (als einfache, schnelle Variante – natürlich kann man auch gewürfelte, frische Tomaten verwenden.)
  • ½ Zwiebel
  • Kreuzkümmel
  • Körnige Brühe
  • Pfeffer
  • Kräutersalz
  • 2-3 EL (Soja-)Sahne
  • 1 EL Öl zum Anbraten

Zubereitung

  1. Mangold kleinschneiden (mitsamt Stielen) und Zwiebel würfeln. Die Zwiebel in einem EL Öl in einer großen Pfanne glasig dünsten.
  2. Den Mangold dazugeben und bei geschlossenem Deckel 3 min mitdünsten.
  3. Tomaten und (je nach Geschmack) hinzufügen und mit ca. 1 EL körnige Brühe, Kreuzkümmel, Pfeffer und Kräutersalz abschmecken.
  4. Köcheln lassen, bis alles gut erhitzt und die Mangoldstiele weich sind (ca. 10 min).
  5. 2-3 EL Sojasahne hinzugeben, den Herd ausstellen und 2 min durchziehen lassen.

Damals wurde die Mangold-Pfanne auf einem Pfannenkuchen serviert, was sehr zu empfehlen ist! Gute Begleiter sind auch Reis oder Hülsenfrüchte, wie (rote) Linsen.

http://www.vonundzugruen.de/mangold-pfanne-mit-kreuzkuemmel/

Mit Mangold kochen: Tomaten hinzufügen und mit Gewürzen abschmecken
Tomaten hinzufügen und mit Gewürzen abschmecken

 

Mit Mangold kochen: Guten Appetit!
Guten Appetit!

 

Kürbis-Melonen-Suppe mit Wasabi-Sahne

Regen, Hagel, Blitz, Donner, Sturm, Herbsttemperaturen – der Sommer 2016 hat so einiges zu bieten, Sonnenschein gehört leider viel zu selten dazu. Doch wir haben die Sonne im Herzen und bringen statt Trübsal zu blasen eine fruchtig-scharfe Suppe Kürbis-Melonen-Suppe auf den Tisch.

Kürbis-Melonen-Suppe mit Wasabi-Sahne

Zutaten

  • 100 Gramm rote Zwiebeln
  • 20 Gramm frischer Ingwer
  • 1/2 Hokkaido Kürbis
  • 100 Gramm Kartoffeln
  • 2 TL neutrales Speiseöl (z.B. Rapsöl)
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1/2 kleine Galiamelone
  • 100 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 100 Gramm saure Sahne
  • 2-3 TL frisch gepresster Zitronensaft
  • Salz u. (grüner) Pfeffer
  • 1-2 TL Wasabipaste (optional)

Zubereitung

  1. Das solltet ihr im Haus haben:
  2. Pürierstab
  3. Saftpresse
  4. Jetzt kann es losgehen:
  5. Die Zwiebeln und den Ingwer schälen und fein hacken. Den Kürbis waschen, halbieren, entkernen und würfeln. Die Kartoffeln schälen und würfeln.
  6. Dünstet die Zwiebeln in einem Topf mit 2TL Speiseöl an. Anschließend können der Ingwer und Kürbis hinzugegeben werden. Alles zusammen unter stetigem Rühren anbraten. Gießt die Zutaten nun mit der Gemüsebrühe an, einmal aufkochen lassen und die Kartoffelwürfel hinzugeben. Da relativ wenig Flüssigkeit zugegeben wird, ist es empfehlenswert den Topf mit einem Deckel zu verschließen, damit keine Brühe verdunstet. Die Zutaten sollten eine Viertelstunde garen.
  7. Währenddessen könnt ihr euch an die Melone machen. Die Melone muss entkernt, geschält und in Würfel geschnitten werden. Presst 100 ml Orangensaft (je nach Saftigkeit 1-2 mittlere Orangen) und 3 TL Zitronensaft aus.
  8. Püriert zunächst die Kürbis-Kartoffel-Mischung und gebt anschließend die Melone, die Orangen-Zitronensaft-Mischung und die Hälfte der sauren Sahne zur Suppe hinzu. Die Zutaten werden ein weiteres Mal püriert, bis eine angenehm sähmige Konsistenz erreicht ist. Schmeckt nun die Suppe mit Salz und Pfeffer ab.
  9. Zu guter Letzt vermischt ihr die restlichen 50 Gramm Saure Sahne mit 1-2 TL Wasabi - entscheidet selbst welchen Schärfegrad eure Wasabi-Sahne haben soll. Nun kann die Suppe mit einem Klecks Wasabi-Sahne angerichtet werden. Wem scharfes Essen ein Graus ist - kann diese Suppe natürlich auch wunderbar nur mit einem Klecks cremig gerührter saurer Sahne genießen.
http://www.vonundzugruen.de/kuerbis-melonen-suppe-mit-wasabi-sahne/

Diese Suppe verbindet wunderbar den fruchtigen Geschmack der Melone mit dem herzhaften Geschmack von Kürbis und Kartoffel. Der Ingwer und die Wasabi-Sahne verleihen eine angnehme Schärfe und Frische – sicherlich nicht das Letzte Mal, dass diese Suppe auf unseren Teller landet.

Tipp: Wer am Morgen schon die andere Hälfte der Galia-Melone für einen Smoothie verwendet, muss sich nicht fragen, wie man nun das gute Stück am besten im Kühlschrank verstaut. Wir haben uns aus einer halben Galia-Melone, einer Nektarine und einer Banane einen angenehm süßen Frühstücksdrink gezaubert.

Kuerbis-Melonen-Suppe-Wasabisahne2

Quelle: Minimal modifiziert aus: Vegetarisch! Das Goldene von GU – Rezepte zum Glänzen und Genießen

 

Holunderblütensirup – Der Sommer im Glas

Wenn der Frühsommer im Mai und Juni die ersten warmen Tage mit sich bringt, steht der schwarze Holunder (sambucus nigra) in voller Blüte. Die strahlend weißen Dolden verströmen einen süßlichen Duft, der spätestens seit dem Hugo-Hype jedem ein Begriff ist. Doch auch in der alkoholfreien Variante, mit Sprudelwasser statt  Sekt, ist der Holunderblütensirup ein großer Genuss und gehört bei uns jedes Jahr auf den Tisch. Damit der volle Geschmack der Blüte im Sirup eingefangen werden kann, sollte zur Ernte ein trockener, sonniger Tag gewählt werden – in diesem Jahr eine größere Herausforderung den je. Wer keinen eigenen Holunderstrauch im Garten hat, findet sicherlich einige Prachtexemplare in der Nachbarschaft. Natürlich solltet ihr darauf achten, nicht an Hauptverkehrsstraßen zuzuschlagen, die Ablagerungen durch Feinstaub und Co landen leider auch auf den schönen Blüten des Holunders.

Zutaten

  • 25-30 Holunderblüten
  • 1 Bio Zitrone
  • 1 Bio Orange
  • 30 Gramm Zitronensäure (z.B. aus der Apotheke eures Vertrauens)
  • 1,5 Kilogramm Zucker
  • 1 Liter Wasser

Das solltet ihr für Holunderblütensirup im Haus haben:

  • 1 großes Einmachglas (ca. 3 Liter)
  • ein sauberes Küchentuch o. Mulltuch
  • 1 großes Sieb
  • mehrere saubere Glasflaschen
  • 1 kleiner Trichter

Jetzt kann es losgehen:

  1. Zunächst sollten die Blütendolden von übermäßigem Grün und kleinen blinden Passagieren befreit werden. Die Blüten sollten sehr vorsichtig stehendem Wasser gewaschen werden, damit so viel Blütenstaub wie möglich an den haften bleibt. Die gewaschenen Blüten können anschließend in das Einmachglas o. ein anderes großes Gefäß gegeben werden.
  2. Im Anschluss sollten die Orange und die Zitrone mit heißem Wasser abgewaschen werden. In dünne Scheiben geschnitten, können sie danach ebenfalls in das Einmachglas gegeben werden.
  3. Zucker, Wasser und Zitronensäure werden nun in einem Topf aufgekocht. Der Zucker muss sich vollständig aufgelöst haben.
  4. Den heißen Siurp über die Zutaten im Einmachglas gießen. Sobald das Gefäß abgekühlt ist, kann der Deckel verschlossen werden. Der Sirup sollte an einem kühlen, dunklen Ort drei Tage ziehen. Zwischendurch muss der Inhalt immer mal wieder umgerührt werden. Ich habe den Sirup für diesen Zeitraum z.B. in meinem Keller deponiert.
  5. Sind die drei endlosen Tage Wartezeit verstrichen, kann es nun an die letzten Schritte gehen. Hängt ein großes Sieb in einen ausreichend großen Kochtopf und legt entweder ein normales sauberes Küchentuch oder ein Mull/- bzw. Passiertuch in das Sieb. Schüttet nun den Sirup hinein, sodass die Blüten, Zitronen- und Orangenscheiben sowie alle Schwebstoffe aufgefangen werden können. Im Anschluss wird der Sirup einmal aufgekocht. Mithilfe eines Trichters kann der Holunderblütensirup abschließend in saubere Glasflaschen oder kleine Gläser abgefüllt werden. Kühl gelagert, kann der Sirup nun mehrere Monate aufbewahrt werden. Wie lange genau konnte ich noch nie testen, denn bei uns ist der Sirup meist schon innerhalb kürzester Zeit verputzt.

 

Holunderbluete3 Holunderblütensirup: Holunderbluetensirup

Wie der Basilikum zum “Busch” wird

Warum geht der Basilikum auf der Fensterbank immer ein?

Der Basilikum auf der Fensterbank ist nicht immer eine Freude. Viele stellen sich die Frage: Warum geht der Basilikum auf der Fensterbank immer ein? Basilikumpflanzen, die man im Supermarkt kaufen kann, haben einen klaren Nachteil. Es handelt sich nicht um eine starke Pflanze, die wachsen kann, sondern um viele kleine Pflanzen die viel zu eng gepflanzt wurden. Aufgrund dieser großen Überbevölkerung lassen viele Basilkumtöpfe bald die Köpfe hängen.

Das richtige Gießen ist wichtig

Ein weiterer Grund warum der Basilikum auf Fensterbänken eingeht, ist das falsche Gießen. Basilikum fühlt sich am wohlsten, wenn er von unten gegossen wird. Das heißt man stellt den Topf am besten auf einen Teller oder in einen Übertopf. So kann das Basilikumtöpfchen ins Wasser gestellt werden und sich selber mit dem kühlen Nass versorgen. Diese Art des Gießens tut der Basilikumpflanze viel besser als das Gießen von oben.

Wie sollte man den Basilikum ernten damit er zum Busch wird?

Über viele Jahre bin ich mit meinen Basilikumpflanzen sehr sorgsam umgegangen. Ich habe immer nur die größten und reifsten Blätter geerntet und stets darauf geachtet, ihm ein gleichmäßiges Blattwerk zu lassen. Die vielen Ratschläge, die Triebe oben zu kürzen, damit er Seitentriebe entwickelt und buschiger wird, hatte ich resolut in den Wind geschlagen.Bis mich mein Freund kürzlich eines Besseren belehrt hat. Bei zwei Pflanzen hat er die Spitzen einfach abgeschnitten – eiskalt! Es hat sich gelohnt. Etwa eine Woche später zeigen sich schon die ersten Seitentriebe, teils sogar direkt an der Schnittstelle!

Basilikum selber ziehen

Das Experiment wird weiter beobachtet. Da der eigens gezogene Basilikum leider im Schatten der Tomatenpflanzen verkümmert, handelt es sich um gekaufte Pflanzen in Bio-Qualität. Interessant wäre noch ein Vergleich mit konventionellem, schnell gezogenem Standard-Basilikum aus dem Laden. In der kommenden Saison werde ich erneut Basilikum ziehen und schauen an welcher Stelle er sich auch auf dem Balkon am besten macht. So lange nehme ich noch Vorlieb mit meinem Exemplar auf der Fensterbank.

Euch nur Mut und viel Erfolg!

 

 

Zeit zum Ausgeizen

Es gibt kein Halten mehr, die Tomatenpflanzen wachsen, was das Zeug hält. Und da man als ambitionierte Balkongärtnerin oder ambitionierter –gärtner natürlich an einem möglichst hohen Ertrag interessiert ist, wird nun eins besonders wichtig: das Ausgeizen. In den Blattachseln bilden sich kleine, zarte Sprosse. Die Gefahr besteht, dass die Pflanze nun Energie in die “falsche” Aufgabe steckt, nämlich die, diese Sprosse zu richtigen Zweigen auszuwachsen. Sie soll sie aber lieber darauf verwenden, viele gesunde, reife Früchte auszubilden.

Daher ist das sogenannte „Ausgeizen“ wichtig: Einfach die kleinen Sprosse mit den Fingernägeln abzwacken und fertig! Sie müssen nicht entsorgt werden, sondern können unter der Pflanze als Kompost liegen bleiben.

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