Grüner Avocado-Mango-Smoothie gegen den Winterblues

Langsam kribbelt es uns in den Fingern, wir schleichen um die Gartenbücher und Samentüten und können es kaum erwarten, dass die neue Saison beginnt. Immer mehr Ideen für den Pflanzplan werden aufgestellt, die letzte Saison läuft noch einmal vor dem inneren Auge ab. Dann ein Blick in den Kalender und wir müssen feststellen, dass es leider immer noch Mitte Januar ist, das ist sogar für die frühsten Pflänzchen des Jahres noch zu kalt, zu dunkel, zu grau. Um den Winterblues beiseite zu schieben, kommt deshalb heute ein nussig-cremiger Smoothie ins Glas. Dieser leckere Frühstückssnack macht ordentlich satt und natürlich glücklich. Viel Spaß mit unserem grünen Avocado-Mango-Smoothie!

Ingwer-Zitronenmelisse-Sirup

Winterzeit – Erkältungszeit: Husten, Schnupfen, Heiserkeit, leider hat es auch mich in dieser Saison schon erwischt. Anstatt sofort in den Medizinschrank zu greifen, habe ich stattdessen überlegt, wie ich der Erkältung mit Hausmitteln den Kampf ansagen kann. Insbesondere im Winter schwöre ich auf Ingwer, egal ob als Tee, als feines Extra in der Suppe oder als Beilage zu Sushi und Co. Ingwer ist einfach eine tolle Knolle. Nach kurzer Recherche habe ich mich für einen Ingwer-Zitronenmelisse-Sirup entschieden, denn der schmeckt nicht nur toll bei Erkältung, sondern ist auch als Zusatz im Cocktail oder als Limonade. Aber gegen die Erkältung kommt der Sirup natürlich erst mal in den Tee.

Kann man den Zucker reduzieren? 

Bei zwei Kilo Zucker denken sicher viele von euch: dass ist aber ganz schön süß. Damit die Konsistenz des Sirups schön viskos wird, ist es jedoch wichtig genug Zucker zu verwenden. Wenn euer Sirup zu dünn ist, habt ihr leider zu viel Zucker weggelassen. Darüber hinaus trägt der Zucker dazu bei, dass der Sirup haltbar gemacht wird. Je weniger Zucker ihr verwendet, desto schneller kippt euer Sirup. Um lange was von meinem Sirup zu haben, bewahre ich ihn im Kühlschrank auf. Wer einen kühlen dunklen Keller hat, kann ihn jedoch sicherlich auch dort unterbringen.

Ingwer Schaelen
Um so wenig Ingwer wie möglich zu verschwenden, empfehle ich euch den Ingwer mit einem Löffel zu schälen. Wenn ihr mit etwas Druck über die Ingwerknolle schabt, könnt ihr diese ganz leicht entfernen.
Alles in den Mixer
Der Ingwer wird mit dem Saft von drei Zitronen im Mixer püriert.
Damit der Ingwersirup länger haltbar ist, solltet ihr ihn auf jeden Fall sieben.
Der fertige Ingwersirup
In hübschen Flaschen eignet der Ingwersirup sich nicht nur als Hausmittel gegen Erkältung, sondern auch sehr gut als Mitbringsel in der Weihnachtszeit.

Kürbisrisotto mit Walnüssen

Draußen ist es dunkel und grau und Körper und Geist sehnen sich nach Wohlfühl-Essen, einem guten Buch und ruhigen Wochenenden. Wir können euch zwar nicht helfen, eure Wochenenden ruhig zu gestalten, aber zumindest können wir euch das richtige Rezept für ein wahres Wohlfühl-Essen liefern. Zwar muss man für diese Kürbisrisotto etwas Zeit und Ruhe mitbringen, aber wir versprechen es zahlt sich aus.  Das knallig orange Risotto ist nicht nur ein optisch ein Höhepunkt, auch die schöne Kombination von cremigem Reis, gebratenen Kürbiswürfeln und knackigen Walnüssen hat uns restlos überzeugt, aber seht und schmeckt selbst.

Fertiges Kuerbisrisotto mit Walnüssen

Thailändische Chilisauce

Nicht nur meine Ernte war in diesem Jahr wunderbar – auch im Bayrischen Wald hat die Sonne die scharfen Schoten zur Höchstform angetrieben.  Als ich ein Foto von Petra Holzapfels Ausbeute entdeckte, konnte ich nicht anders als sie um eine kleine Saatgutspende zu bitten. Petra, eine Foodbloggerin der ersten Stunde, berichtet auf ihrem Blog “Chili und Ciabatta” mehrmals die Woche über kulinarische Erlebnisse vom türkischem Mezze bis hin zum Brot aus dem eigenen Steinofen.  Wenige Tage später hatte ich ein Paket mit Chilis in der Post, die vielversprechende Namen trugen wie Big Jamaican Yellow, Lemon Drop, De Arbol und Belgian Carrot. In der Balkonsaison 2017 werden die Lila Luzie und die Glockenpaprika eindeutig Gesellschaft bekommen.

Da mein Gärtner und ich die südost-asiatische Küche sehr lieben, habe ich mich für eine thailändische Chilisauce entschieden. Das Originalrezept stammt von der Chili-Experten-Plattform Pepperworld. Ich habe das Rezept jedoch etwas abgewandelt: den raffinierten Zucker habe ich durch braunen Zucker ersetzt und die Anzahl der Knoblauchzehen verdoppelt. Wer die Sauce etwas milder gestalten möchte, sollte auf weniger scharfe Sorten zurückgreifen, oder die Anzahl der Chilis reduzieren. Der erste Test der Sauce hat auf jeden Fall überzeugt: eine wunderbar süß-saure Sauce mit kräftiger Schärfe.

 

Die Chili-Masse getarnt als leckerer Smoothie.
Die Chili-Masse getarnt als leckerer Smoothie.

thai-chilisauce

Paprika-Chili-Chutney

Die Chiliernte 2016 war fantastisch! Der warme Spätsommer hat sowohl der Glockenpaprika, als auch der Lila Luzie gut getan – sie strahlen beide in knalligem Rot. In vielen Jahren hatte ich Schwierigkeiten, dass die Chilis den nötigen Reifegrad erreichten, da die Pflanzen viel Sonne und Wärme brauchen. Als hätte der Verein für Nutzpflanzenerhaltung es geahnt, ernannte er die Gartensaison 2015/2016 zum Jahr der Paprika/Chili – die obwohl sie in vielen verschiedenen Formen, Farben und Schärfegraden daherkommen, zu ein und der selben botanischen Gattung gehören: Capsicum.

Paprika-Chili-Chutney: Reife Glockenpaprika

Zwölf Glockenpaprika hat meine kleine Pflanze in diesem Jahr abgeworfen, deshalb habe ich mit dem Paprika-Chili-Chutney ein Rezept gewählt, in dem zehn der zwölf Exemplare verarbeitet werden. Gefunden habe ich diese leckere Form der Chili-Konservierung auf der Webseite von Jamie Oliver – der Mal wieder tollen Geschmack beweist.