Rezept für gefüllte Zucchiniblüten

Genau wie letztes Jahr teilen wir uns auch dieses Jahr ein Feld mit ein paar Freunden. Auch dieses Jahr kommen wir mit der Ernte kaum hinterher. Und als hätten wir aus der letzten Saison nicht dazugelernt, gibt es dieses Jahr wieder Zucchini in Hülle und Fülle (ich war da nicht ganz unbeteiligt…), dieses Jahr Saison immerhin in grün und gelb, u.a. die Sorte „Gold Rush“. Um dem Ganzen zumindest ein wenig Einhalt zu gebieten, habe ich kürzlich bereits die Zucchiniblüten in der Küche verwendet. In dem tollen Klassiker „Landküche“ (Autoren: J. Christ, B. Rademacker und J. Skowronek; Verlag: Gräfe und Unzer) gibt es ein Rezept dafür, das ich schon lange mal ausprobieren wollte.

 

Gefüllte Zucchiniblüten

Gefüllte Zucchiniblüten

Gefüllte Zucchiniblüten

Zutaten

  • Für ca. 4 Personen:
  • 12 Zucchiniblüten (möglichst mit kleinen Zucchini)
  • 30 g Kerbel
  • 50 g Allgäuer Emmentaler
  • 200 g Ziegenfrischkäse
  • 1 Eigelb
  • Salz, Pfeffer
  • Butter für die Form

Zubereitung

  1. Zucchiniblüten vorsichtig öffnen und Blütenstempel herausschneiden und die kleinen Zucchini von unten längs einschneiden.
  2. Den Kerbel verlesen und fein hacken, Käse reiben und den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen
  3. Frischkäse, Emmentaler, Eigelb und Kerbel vermischen, salzen und pfeffern.
  4. Die Blüten vorsichtig aufschieben und mit einem Teelöffel füllen. Die Spitzen werden oben zum Verschließen leicht zusammengedreht.
  5. Eine Auflaufform mit Butter bestreichen und die gefüllten Blüten hineinlegen. Mit Folie abdecken.
  6. Im Backofen auf mittlerer Schiene 15 bis 20 Minuten garen.
http://www.vonundzugruen.de/gefuellte-zucchiniblueten/

Die gefüllten Zucchini sind eine sehr leckere Beilage. Da auf unserem Ackerstreifen noch einige sehr große Exemplare zu finden waren, habe ich dazu ein Ratatouille und Reis als Beilage gemacht.

Riesenfrucht aus Amerika

Ursprünglich stammt die Zucchini aus Nord- und Südamerika und hat ihren Weg in Europas Gärten über Italien gemacht. Sie ist ein Kürbisgewächs und mit, nunja, Kürbis, Melone und Gurke verwandt. Die Kürbisgewächse produzieren einige der größten Früchte des Pflanzenreichs! Botanisch gesehen sind diese Riesenfrüchte Beeren. Kaum zu glauben, wenn man die recht früh geernteten, zarten, kleinen Zucchinis im Supermarkt sieht…

Zucchinipflanze auf dem Feld
Zucchinipflanze auf dem Feld

Jung, aber oho!

In Nordamerika ist die Zucchini auch als „Squash“ bekannt, was eine indigene Bezeichnung ist und soviel wie „jung, unreif, roh“ bedeutet. Sobald man anfängt, sich nach Saatgut umzusehen, findet man eine schiere Vielfalt an Arten. Den empfohlenen Pflanzabstand von etwa 1m sollte man auf jeden Fall einhalten, denn der Flächenverbrauch einer Zucchinipflanze liegt bei 1-2 qm! Für eine Pflanzung auf dem Balkon heißt das, man sollte mindestens Pflanzsäcke oder Hochbeete von 40 bis 60 Liter Erdvolumen pro Pflanze verwenden. Je länger man mit der Ernte der Zucchinis wartet, desto größer werden sie… Der Vorteil ist, man kann sie wegen der dickeren Schale länger lagern. An einer Pflanze findet man sowohl männliche, als auch weibliche Blüten, sie ist also einhäusig. Als Fremdbefruchter werden sie von Insekten bestäubt. Alle Sorten, die der gleichen Art angehören, können sich verkreuzen.  Ernährungstechnisch bestehen sie zu 90% aus Wasser und bieten Eisen, Calcium, Kalium, Natrium, Phosphor und die Vitamine A und C.

 

Malzbier-Roggenbrot: Unser neues Lieblingsbrot

Malzbier-Roggenbrot: Anschnitt

Wie wir euch vor kurzem vorgestellt haben, kommt im Hause von & zu Grün viel frisches Brot auf den Tisch. Grund dafür ist der Backautomat. Um euch ein bisschen besser zeigen zu können, was der Backautomat leisten kann, teilen wir mit euch unser aktuelles Lieblingsrezept: das Malzbier-Roggenbrot. Gefunden haben wir dieses tolle Rezept in: „Brotbacklust, 222 Rezepte für den Brotbackautomaten“ der Autorin Mirjam Belle. Wunderbar reduziert fast das Buch alles zusammen, was der Brotbackautomat-Anfänger sucht.

Was bietet das Buch „Brotbacklust, 222 Rezepte für den Brotbackautomaten“?

Eingeteilt ist das Buch sehr übersichtlich in folgende Kapitel:

Brot-Rezepte

  • Helle Brote
  • Dunkle Brote
  • Vollkornbrote
  • Milchbrote
  • Süße Brote
  • Glutenfreie Brote

Variationen aus Teig

  • Süße und salzige Kuchen
  • Brötchen
  • Raffinierte Brotteigvariationen
  • Brotsalate
  • Brotsuppen
  • Brotaufläufe
  • Brotdesserts

Die Rezepte sind so aufgeführt, wie es für den Backautomaten praktisch ist: Alle Zutaten werden in der Reihenfolge, in der sie eingefüllt werden müssen, angegeben. Die einzigen Hinweise auf den Backprozess machen eventuelle Beigaben nach dem Signalton aus, sowie der Verweis auf das auzuwählende Programm. Sehr hilfreich ist, dass alle Rezepte mit den Mengenangaben für 500g und 750g Brote versehen sind. So kann es direkt losgehen, ohne stressiges umrechnen.  Ich habe schon circa 30 Rezepte aus dem Buch getestet und alle waren köstlich. Es gab keine eingefallenen Brote – die Angaben für Hefe und Sauerteig waren alle perfekt.

Was macht das Malzbier-Roggenbrot besonders?

Als das Malzbier-Roggenbrot zum ersten Mal auf den Tisch kam, war mein Lieblingsgärtner sofort begeistert. Es ist ein herrlich deftiges Brot, das durch das verwendete Malzbier einen ganz urigen Geschmack hat. Obwohl der malzige Geschmack durch die Beigabe von Honig noch weiter verstärkt wird, ist das Brot nicht zu süß, sondern bleibt durch Sauerteig und Roggen herzhaft. Der Teig ist angenehm locker, luftig und zeigt schöne kleine Poren. Aber jetzt genug der großen Worte, hier endlich das Rezept zu diesem tollen Brot, das jedem Käse schmeichelt.

Malzbier-Roggenbrot: 750 Gramm

Zutaten

  • Malzbier 300 ml
  • Speiseöl 2 EL
  • Sauerteig 50 g
  • Roggenvollkornmehl 250 g
  • Weizenvollkornmehl 200 g
  • Salz 10 g
  • Honig 15 g
  • Trockenhefe 1 1/2 Teelöffel

Zubereitung

  1. Die Zutaten werden in der Reihenfolge der Zutatenliste in den Backautomaten eingefüllt.
  2. Es kann entweder das Backprogramm "Normal" oder das Backprogramm "Vollkorn" ausgewählt werden.
http://www.vonundzugruen.de/malzbier-roggenbrot/

Inwiefern das Rezept ohne weiteres im Backofen gebacken werden kann, weiß ich nicht. Falls es jemand ausprobiert, lasst es uns wissen!

Informationen zum Backbuch:

  • Titel: Brotbacklust 222 Rezepte für den Brotbackautomaten
  • Autorin: Mirjam Beile
  • Verlag: Ulmer
  • Preis: 16, 90€

Wildkräuterpesto selbstgemacht – aus Giersch

Bei vielen ist er als berüchtigter Gärtnerschreck verschrien: Der Giersch (Aeropodium podagraria). Immer wieder rausgerupft, mit Blatt, Stiel und Wurzel wuchert er einfach weiter. Naturliebhaber und -liebhaberinnen fragen sich eventuell warum. Für einige ist es sicherlich eine Überraschung, dass Feind oder Freund essbar ist. Einerseits kann das zu einer gewissen „Versöhnlichkeit“ mit dem Kraut führen, vielleicht birgt dieses Wissen auch einfach eine gewisse Genugtuung…

Woran erkenne ich Giersch?

Wer ihn nicht (er-)kennt: Die Blätter an ihren langen Stielen sind doppelt dreizählig und ungleich scharf gesägt. Die Blütendolden sind groß und haben weiße bis (selten) rosafarbene Blüten. Im Gegensatz zum Hecken-Kälberkopf ist er NICHT behaart. Wer ihn nicht im Garten hat, findet den Giersch in schattigen Wäldern, an Hecken, zäunen, im Gebüsch und in Wiesen, an Waldrändern, an Bach- und Flußufern oder auf Feldern. Hört sich so an, als wäre das fast überall – ist er fast auch. Wenn ihr auf die Suche nach geeigneten Kräutern geht, solltet ihr Euch auch die Fundstelle gut ansehen: Gehen hier viele mit ihren Vierbeinern spazieren? Könnte es sich um eine Altlastenverdachtsfläche handeln? Gibt es in unmittelbarer Nähe eine stark befahrene Straße? Erscheint anstrengend, eine unbekannt-würzige Note im Pesto ist aber auch nicht wünschenswert…

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Im Garten umstritten, auf dem Teller lecker: Giersch.

Was kann ich mit Giersch machen und wozu ist er gut?

Die Blätter sind gut im Frühjahr vor der Blüte verwendbar. Später entwickeln sie einen etwas herben, petersilienhaften Geschmack. Verwenden kann man den Giersch als „Spinatersatz“, z.B. zusammen mit Brennnessel oder als junges Blatt in Salaten. Ältere Blätter ersetzen Petersilie in Suppen. Man munkelt, das Kraut sei gut gegen Rheuma, bei Insektenstichen und Wunden. In einem Artikel des Blogs Utopia zu Wildkräutern wird er als entzündungshemmend, gut gegen Gicht und als reich an Vitamin C bezeichnet.

Schmeckt, wie sie heißt: KnoblauchraukeSchmeckt, wie sie heißt: Knoblauchsrauke

Wildkräuterpesto selbstgemacht

Mir quillt dieses Frühjahr das Bärlauchpesto langsam aus den Ohren, weshalb ich dieses Jahr etwas anderes ausprobieren wollte: Ein Wildkräuterpesto mit Giersch als Hauptdarsteller. Nebenakteur ist die Knoblauchsrauke (Alliaria officinalis). Und ja, Blüten und Blätter der letzteren riechen nach Knoblauch! Sie ist jedoch weniger intensiv als Bärlauch und leichter zu finden. Auch diese Pflanze wächst an etwas schattigen Stellen, wie Waldränder.

Die zwei Protagonisten
Die zwei Protagonisten: Links Giersch, rechts Knoblauchsrauke

 

Das Pesto geht jedenfalls so:

Giersch-Pesto

Zutaten

  • zwei große Handvoll Gierschblätter
  • eine Handvoll Blätter der Knoblauchraute
  • Gemahlene Mandeln (alternativ: Cashew, Haselnuss, Sonnenblumenkerne,...)
  • Salz, evtl. Pfeffer
  • Kaltgepresstes, geschmacksneutrales Öl, z.B. Raps

Zubereitung

  1. Zunächst die langen Stengel vom Giersch entfernen und zusammen mit den Blättern der Knoblauchraute kleinschneiden
  2. Mit den gemahlenen Nüssen mischen und reichlich Öl dazugeben
  3. Alles mischen und/oder mit dem Pürierstab pürieren
  4. Mit Salz (und Pfeffer) abschmecken
  5. Entweder das Pesto gleich zum Verzehr freigeben, oder es in ein (sterilisiertes) Glas füllen. Damit das Pesto im Glas länger haltbar ist, am besten noch etwas von dem Öl dazugießen und das Pesto so im Glas „abschließen“.
http://www.vonundzugruen.de/aus-dem-garten-auf-den-teller-gierschpesto/

Wildkräuterpesto im Glas
Wildkräuterpesto im Glas

Für die Virtuosen und Experimentierfreudigen…

Gut machen sich im Wildkräuterpesto auch Kräuter wie Brennessel, Löwenzahnblätter oder (wer mag) ein paar bittere Blätter Schafgarbe (regt den Stoffwechsel an, magenkräftigend). Etwas herber wird der Geschmack durch eine Mischung von Raps- mit Oliven- oder Sonnenblumenöl.

Echt lecker: Gierschpesto auf Brot.
Echt lecker: Gierschpesto auf Brot.

 

Das war’s soweit von uns – jetzt sind wir auf Eure Ergebnisse gespannt! Welche Kombi hat sich bei Euch besonders gelohnt? Was habt ihr tolles mit dem Pesto gemacht? Kommentare sind immer willkommen.

Jetzt wird’s sauer: Rhabarber Sirup

Der Rhabarber für unseren Rhabarber Sirup

Endlich ist es April, endlich ist Rhabarberzeit! Wenn ihr bei Smoothies aus Spinat und Roter Bete nicht in Freudenstürmen ausbrecht, könnt ihr euch einen säuerlich-süßen Gemüsedrink aus unserem Rhabarber Sirup mixen. Obwohl Rhabarber oft zur Zubereitung von Süßspeisen wie Kuchen und Konfitüren verwendet wird, handelt es sich nicht um ein Obst, sondern um ein Gemüse. Er ist nicht nur sehr kalorienarm, sondern bringt auch durch natürliche „Anthrachinone“ den Darm in Schwung.

Ein kleines Rhabarber-Porträt

Rheum rhabarbarum zählt zu den Knöterichgewächsen wie zum Beispiel auch der Sauerampfer. Er ist sehr pflegeleicht und wächst in der Sonne und im lichten Schatten. Im Garten meiner Eltern hat er seinen Platz im Halbschatten am Ende eines Blumenbeetes. Dort liefert er uns jedes Jahr eine gute Ernte. Bisher habe ich es noch nicht versucht Rhabarber auch auf dem Balkon anzupflanzen, aber ich denke es ist einen Versuch wert, wenn der Topf groß genug ist. Da der Rhabarber sehr große Blätter hat, die seine Verdunstung bei Hitze erhöhen, glaube ich, dass er am besten auf einem Halbschattenbalkon zurecht kommt. Auf meinem heißen Sonnenbalkon wäre es dem guten Rhabarber wohl einfach zu heiß und zu trocken. Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass es sich bei Rhabarber um einen Starkzehrer handelt. Die Pflanze muss für den perfekten Ertrag regelmäßig gedüngt werden.

Worauf muss man bei der Verwendung von Rhabarber achten?

Bei der Verarbeitung von Rhabarber ist es wichtig, dass man die Blätter nicht verwendet. In den Blättern steckt Oxalsäure, die in hoher Dosierung giftig ist. Man sollte ihn deshalb nicht in Metallgefäßen aufbewahren oder in Alutöpfen kochen! Denn die Säure kann sich mit dem Metall verbinden, wodurch Giftstoffe entstehen können. Um eine zu hohe Konzentration von Oxalsäure im Rhabarber zu vermeiden, sollte er nur von April bis Ende Juni geerntet werden. Als Stichtag gilt der Johannistag am 24. Juni. Vielen ist der Tag auch als Ende der Spargelernte bekannt. Jedoch steigt im Sommer nicht nur der Oxalsäuregehalt in den Stielen des Rhabarbers, sondern es ist auch an der Zeit, der Pflanze den Zuwachs von neuen Blättern zu ermöglichen. Nur so ist bringt auch das nächste Jahr eine gute Ernte. Wer Rhabarber zubereitet, sollte darüber hinaus darauf achten, dass er den Rhabarber nicht roh verzehrt. Das Backen oder Kochen des Rhabarbers ist ein guter Weg den Oxalsäuregehalt zu reduzieren.

 

Rhabarber Sirup

Rhabarber Sirup

Zutaten

  • 700 Gramm rote Rhabarberstangen
  • 400 ml Wasser
  • 250 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Zitronensäure / oder Saft von einer halben Zitrone

Zubereitung

  1. Den Rhabarber waschen und in kleine Stücke schneiden.
  2. Wer die schöne rote Farbe erhalten möchte, darf den Rhabarber nicht schälen.
  3. Den Rhabarber mit dem Wasser in einen Topf geben und 15 Minuten lang auf niedriger Stufe einkochen.
  4. Ein zweiter Topf wird zur Hand genommen und das Muß durch ein Sieb gestrichen, um den Saft aufzufangen.
  5. Nun können Zucker, Vanillezucker und Zitronensäure bzw. Zitronensaft hinzugefügt werden.
  6. Die Mischung sollte noch ein weiteres Mal 15 Minuten leicht köcheln.
  7. Fertig! Jetzt kann der Sirup in sterilisierte Flaschen abgefüllt werden.
http://www.vonundzugruen.de/rhabarber-sirup/

Rhabarber Sirup

Rhabarber und unser Lieblings-Zungenbrecher

Falls ihr in der großen Welt des Internets noch nicht Rhabarberbarbara und den Rhabarberbarbarabarbarbaren begegnet seid, teilen wir mit euch diesen wunderbaren YouTube Link. Schaut euch an was Rhabarberbarbara in ihrer Bar zaubert und genießt dabei euren selbstgemachten Rhabarber Sirup.

Variationstipp: Sobald die Erdbeerzeit beginnt, könnt ihr auch sehr gut Erdbeeren un Rhabarber zusammen zu einem Sirup einkochen. Schmeckt großartig zu frischem Vanillepudding.

Der neue Mitbewohner – der Brotbackautomat

Lohnt sich ein Brotbackautomat

Im Gegensatz zu vielen anderen Frauen, die Küchengeräte unterm Weihnachtsbaum als Scheidungsgrund definieren, habe ich ein großes Herz für kluge Koch- und Backhelfer. So ist mein Küchenequipment durch die Geschenke zu Weihnachten und zu meinem Geburtstag um zwei messerscharfe Reiben, neue Bratpfannen und einen Brotbackautomaten erweitert worden. Während die Reiben und die Bratpfannen lang ersehnt waren und schon ewig auf der Wunschliste standen, war der Brotbackautomat eine Überraschung. Nach zwei Monaten im Einsatz ist jetzt Zeit für eine Antwort auf die Frage: Lohnt sich ein Brotbackautomat?

Wie mich das Heimweh zum Brotbacken brachte

Backen und Kochen machen mir riesige Freude. Der Geruch eines frisch gebackenen Brotes kann für mich mit jedem Parfum der Welt konkurrieren und kaum etwas ist leckerer als eine Scheibe noch lauwarmen Brotes mit etwas Butter und Salz. Während ich heute vom langwierigen Prozess des Brotbackens schwärmen kann, buk ich meine ersten eigenen Brote aus reiner Verzweiflung und Heimweh. 2008, ich war frisch vom heimischen Niederrhein in die Niederlande gezogen, musste ich schnell feststellen, dunkle Brote sind im hohen Norden unseres kleinen Nachbarlandes nicht zu finden. Nach einigen Monaten tapferen Weißbrot Essens, durchforstete ich die Discounter, Supermärkte und Markstädte meiner kleinen Studentenstadt Leeuwarden, aber Fehlanzeige, nirgendwo konnte ich Brote finden, die nicht nur eine dunkle Farbe sondern auch eine feste Konsistenz hatten. Wer einmal für längere Zeit in den Niederlanden gelebt hat, erkennt deutsche Studenten und Expatriats im Supermarkt an einer typischen Handbewegung: In einem kleinen, scheinbar unbeobachteten Moment, drückt der verzweifelte Brotsucher einmal kurz auf die Brotkruste. Zu groß ist die Hoffnung doch vielleicht einmal ein Brot zu erwischen, dass nicht nachgibt wie ein Badeschwamm.

In meiner niederländischen Studentenbude hatte ich noch nicht mal einen richtigen Backofen, sondern nur einen kleinen Minibackofen, der genau auf die Größe einer Tiefkühlpizza ausgerichtet war. Doch der Entschluss war gefasst, wenn ich kein dunkles Brot kaufen kann, dann muss ich es eben selber herstellen. Beim nächsten Heimatbesuch deckte ich mich mit zahlreichen Backmischungen ein, denn selber mit Hefe und Co zu experimentieren, war mir zu Beginn noch etwas unheimlich. Das änderte sich dann erst ein paar Jahre später. Und das Ergebnis meines ersten Backversuchs war wunderbar, im Vergleich zum labbrigen Weißbrot war jede  herkömmliche Backmischung eine Offenbarung.

Arbeitsstress und fade Supermarktbrote

Diese Anfangszeit liegt jetzt schon fast 10 Jahre zurück, aber der Spaß am Brotbacken ist geblieben. Doch die langen Arbeitszeiten des Berufslebens machen es schwer regelmäßig frisches Brot oder Brötchen auf den Tisch zu bringen. Insbesondere durch die Woche landeten dann doch einige Male Aufbackbrötchen und Supermarktbrot in der Brotdose. Doch die wenigen Male an denen ich meine Backkünste spielen ließ, müssen meinem Lieblingsgärtner so gefallen haben, dass am Weihnachtsabend ein Brotbackautomat unter dem Baum stand. Zunächst war ich kritisch – der Brotbackautomat war das nicht ein längst vergessenes Phänomen der 1990er Jahre? Ich erinnerte mich dunkel, dass meine Mutter das Gerät dann doch irgendwann aussortiert hatte, was ich als Kind nicht weiter hinterfragt hatte. Aber nun war er da, mein eigener Brotbackautomat aus schönem Edelstahl und ich stürzte mich auf dieses neue Experiment.

Da die Arbeitsfläche unser Küche schon an ihrer Belastungsgrenze angekommen war, entschied ich mich den Backautomaten im Arbeitszimmer zu platzieren, welches dann in kürzester Zeit zu einem Mehllager umgewandelt wurde. Die ersten Versuche im Brotbackautomaten waren noch nicht perfekt, deutlich schwieriger als gedacht, ließen sich die gewohnten Rezepte auf den Brotbackautomaten übertragen. Deshalb entschied ich mich nach zwei mittelprächtigen Broten ein Backbuch für den Brotbackautomaten zu erwerben. Seitdem läuft das Brotbacken wie geschmiert.

Brotbackautomaten befüllen
Die Backform lässt sich zum Befüllen und Rausholen des Brotes leicht entnehmen

Kneten, Gehen, Backen – Was kann der Backautomat?

Brotbacken braucht Zeit – wer schon einmal einen Hefeteig zubereitet hat, weiß, dass das Gehen des Teiges mehr Zeit in Anspruch nimmt, als der eigentliche Backvorgang. An dieser Stelle zeigt der Backautomat seine Schokoladenseite: Im Backautomaten herrscht die für den Gehvorgang bestmögliche Temperatur. Weder zu warm noch zu kalt und auch die Feuchtigkeit des Teiges bleibt bestehen, weil der Deckel des Automaten verschlossen ist. Je nach Backprogramm (z.B. Normal und Vollkorn) variieren die Dauer der Geh-, Knet-, und Backzeiten, die der Automat selbstständig durchführt. Ein weiterer toller Punkt des Backautomaten ist seine ausgiebige Lust am Teigkneten: während mir nach wenigen Minuten die Lust vergeht und ich mir häufig denke, ach dass wird schon reichen, gibt der Automat nicht auf. Wenn das Programm vorgibt, dass 10 Minuten geknetet werden soll, wird auch volle 10 Minuten geknetet. Zusammengefasst kann der Backautomat also: Kneten, Gehen und Backen perfekt übernehmen, jedoch dauert dies auch im Backautomaten circa 3 Stunden. Bezüglich des Timings bringt mein Backautomat noch ein weiteres nettes Feature mit: Wenn die Zutaten für das Brot der Wahl abends in den Automaten eingefüllt werden und der Timer auf die gewünschte Uhrzeit am kommenden Morgen eingestellt wird, beginnt der Brotbackvorgang genau so, dass das Brot zum präferierten Termin frisch und warm entnommen werden kann. Leider haben wir von dieser klugen Funktion noch nicht so viel Gebrauch machen können, da unsere Wohnung sehr hellhörig ist und wir leider vom Knetgeräusch in den Morgenstunden aufwachen würden.

Und, schmeckt es?

Uns beiden schmeckt das Brot aus dem Brotbackautomaten sehr gut. Die Konsistenz des Brotes ist schön locker und kleinprorig, genau wie wir es mögen. Auf eine knusprige Kruste muss man beim Brot aus dem Brotbackautomaten jedoch verzichten, da sich am Deckel des Automaten keine Heizstäbe befinden. Wer diesen Effekt nicht missen möchte, muss dann wohl doch noch auf Backofen oder sogar einen Steinofen zurückgreifen. Die Kastenform des Brotes ist für uns beide perfekt. Die Scheiben des Brotes sind nicht zu klein und passen genau in unsere Brotdosen. Mein Brotbackautomat ist für Brote von 750 Gramm bis zu 1 Kilo ausgelegt, es lassen sich darin jedoch auch problemlos kleinere Brote von 500 Gramm backen.

Für den Brotbackautomaten eignen sich sowohl Rezepte für Weißbrote, dunkle Brote sowie Vollkornbrote. Nach Angaben des Herstellers ist der Automat sogar für das Einkochen von Marmeladen geeignet. Ebenfalls sind einige Rezepte für Gebäck und Brötchen mitgeliefert, deren Teig angenehm im Brotbackautoamaten vorbereitet werden kann. Auch auf das Beifügen von kleinen Extras zum Teig muss nicht verzichtet werden. Der Brotbackautomat gibt während des letzten Knetvorgang ein Piepen von sich, welches signalisiert, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, z.B. Körner oder Käse dazuzugeben.

der Brotbackautomat Lohnt sich ein Brotbackautomat
Der befüllte Automat vor dem Start des Backvorgangs

Welche Nachteile gibt es?

Abgesehen von der fehlenden Kruste, die für manche Brotesser eine Grundvoraussetzung für den Genuss ist, bringt der Brotbackautomat nur einen kleinen Nachteil mit sich: Achtet man nicht darauf den Knethaken vor dem letzten Backvorgang zu entfernen, verbleibt dieser im Brotlaib. Der Knethaken kann mit einem kleinen Metalzubehör im Anschluss problemfrei aus dem Brot entfernt werden, es bleibt jedoch eine kleine Lücke in der Mitte des Brotes zurück. Für uns ist dies nichts als ein kleiner Schönheitsfehler einiger weniger Scheiben. Deshalb verzichte ich auf den Arbeitsschritt den Knethaken zu entfernen und mache mir nicht unnötig die Hände dreckig.

 

Für wen lohnt sich ein Brotbackautomat?

Für alle,

  • die gerne Brotbacken und regelmäßig neue Rezepte testen.
  • die sich beim Backen nicht gerne die Hände schmutzig machen.
  • die einen lockeren feinporigen Teig einer festen Kruste vorziehen.
  • denen die Zeit fehlt, alle Schritte des Backens per Hand durchzuführen.
  • die auf Plastikverpackungen von Fertigbrot und Aufbackbrötchen verzichten möchten.
sichtfenster-Brotbackautomat
Ich liebe es dem Automaten bei der Arbeit zuzusehen

 

 

 

Grüner Avocado-Mango-Smoothie gegen den Winterblues

Langsam kribbelt es uns in den Fingern, wir schleichen um die Gartenbücher und Samentüten und können es kaum erwarten, dass die neue Saison beginnt. Immer mehr Ideen für den Pflanzplan werden aufgestellt, die letzte Saison läuft noch einmal vor dem inneren Auge ab. Dann ein Blick in den Kalender und wir müssen feststellen, dass es leider immer noch Mitte Januar ist, das ist sogar für die frühsten Pflänzchen des Jahres noch zu kalt, zu dunkel, zu grau. Um den Winterblues beiseite zu schieben, kommt deshalb heute ein nussig-cremiger Smoothie ins Glas. Dieser leckere Frühstückssnack macht ordentlich satt und natürlich glücklich. Viel Spaß mit unserem grünen Avocado-Mango-Smoothie!

Grüner Avocado-Mango-Smoothie

Zutaten

  • 1/2 Avocado
  • 1/2 Mango
  • 1/3 Banane
  • ein wenig Spinat oder Feldsalat
  • 3 Cashewnüsse
  • 3 Mandeln
  • ca. 300 ml Mandelmilch
  • optional ein Esslöffel Chiasamen

Zubereitung

  1. Zunächst die Nüsse in den Mixer geben und zerkleinern.
  2. Die Avocado, die Mango, die Banane kleinschneiden und mit dem Salat/Spinat in den Mixer geben.
  3. Nun die Mandelmilch hinzufügen und alles pürieren.
  4. Wem die Konsistenz zu cremig ist, kann etwas mehr Mandelmilch oder etwas kaltes Wasser hinzufügen.
  5. Garniert mit einigen Chiasamen sollte der Drink sofort serviert und verzehrt werden.
http://www.vonundzugruen.de/gruener-avocado-mango-smoothie-gegen-den-winterblues/

Matcha-Cookies: Mit Energie ins neue Jahr

Matcha Cookies

Die Liste was ich alles noch vor dem Weihnachtsfest erledigen wollte war lang. Tausende Dinge die ich backen, kochen und endlich ausprobieren wollte. Aber schneller als ich blinzeln konnte, war es schon da das große Fest. Jetzt während der ruhigen Tage zwischen dem alten und dem neuen Jahr, an denen man ohne schlechtes Gewissen nichts tun kann, möchte ich mit euch mein Lieblings-Keksrezept des Jahres 2016 teilen: Matcha-Cookies. Das feine japanische Grünteepulver ist nämlich nicht nur die Grundlage der berühmten Teezeremonie, sondern verleiht auch dieser Süßigkeit eine knallgrüne Farbe und einen leicht herben Geschmack. Im Zusammenspiel mit der weißen Schokolade ergibt sich ein Butterkeks, der nicht nur an den Weihnachtstagen schmeckt. Wer also  erst jetzt die Zeit zum Backen findet und einen kleinen Energieanstoß für den Start ins Jahr 2017 braucht, ab an die Schüsseln, fertig, los.

Matcha-Cookies

Zutaten

  • 250 g Weizenmehl
  • 15 g Matcha Tee Pulver
  • 175 g Butter
  • 125 g Puderzucker
  • Prise Salz
  • 2 Eigelb
  • 50-60 g weiße Schokoladentropfen oder kleingeschnittene weiße Kuvertüre

Zubereitung

  1. Mehl und Matchapulver vermischen und sieben.
  2. Die weiche Butter schlagen und zunächst das Salz hinzugeben.
  3. Den Puderzucker hinzufügen und die Masse cremig schlagen.
  4. Anschließend die Eigelb zur Masse geben und die Masse vermengen, bis sich alles verbunden hat.
  5. Daraufhin fügt ihr nach und nach die Mehl-Matcha-Mischung hinzu.
  6. Zuletzt gebt ihr die weiße Schokolade zur Masse.
  7. Aus dem Teig könnt ihr zwei Rollen formen und diese eingerollt in Folie in den Kühlschrank stellen. Wenn ihr diese auf einem Reisbett legt, behalten sie ihre schöne runde Keksform. Der Teig sollte mindestens 2 Stunden kühl stehen, es ist auch möglich den Teig über Nacht in den Kühlschrank zu stellen.
  8. Heizt den Backofen auf 175 Grad vor.
  9. Schneidet die Rollen in Kekse mit circa 2,5 cm Durchmesser und 7mm Dicke.
  10. Die Kekse sollten circa 15 Minuten gebacken werden, bis sie leicht braun werden.
  11. Lasst die Kekse anschließend auf einem Rost auskühlen und bewahrt sie in einer luftdichten Dose auf.
http://www.vonundzugruen.de/matcha-cookies-mit-energie-ins-neue-jahr/

Gefunden haben ich dieses wunderbare Rezept auf einer englischen Webseite für japanische Rezept-Ideen: Just One Cookbook.  Die Mengenangaben habe ich leicht abgewandelt, damit ihr auch ohne elektrische Küchenwaage ans Ziel kommt.

Winterliche Wurzelwürze

Es gibt viele Arten, Gemüse haltbar zu machen. Eine davon ist die Verarbeitung zu einer trockenen Gemüsebrühe oder –würze. Grade zu dieser Jahreszeit eignet sie sich auch als ein schönes, selbstgemachtes Weihnachtsgeschenk. Natürlich kann hinsichtlich der Zutaten variiert werden, je nachdem was grade in Saison ist. Jetzt, zur Winterzeit, bieten sich vor allem die Wurzelgemüse an.

Die Stars dieser Brühe: Lauch, Sellerie, Petersilienwurzel, Möhre, Rote Bete und Bastiane
Die Stars dieser Brühe: Lauch, Sellerie, Petersilienwurzel, Möhre, Rote Bete und Bastiane

Winterliche Wurzelwürze

Zutaten

  • 2 mittelgroße Rote Bete
  • 2 Karotten
  • 2 Petersilienwurzeln
  • 1 mittelgroße Sellerieknolle
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Pastinake
  • etwas Salz
  • getrockneter Salbei, Thymian

Zubereitung

  1. Rote Bete, Karotten, Petersilienwurzeln, Sellerie und Pastinake schälen und Raspeln. Den Lauch kleinschneiden.
  2. Das geraspelte, bzw. geschnittene Gemüse auf Backblechen dünn ausbreiten.
  3. Die Bleche können im Sommer an einen warmen Ort gestellt werden. Im Winter kann das Gemüse auf einer Heizung oder im Backofen getrocknet werden. Ich habe den Backofen verwendet. Dazu den Ofen auf 100°C stellen und die Bleche hineinschieben. Damit die Luftfeuchtigkeit problemlos entweicht, wird ein Holzlöffel in die Tür geklemmt. Damit das Gemüse gleichmäßig trocknet, habe ich in regelmäßigen Abständen die Bleche im Ofen durchrotiert und das Gemüse auf den einzelnen Blechen umgerührt. Es hat etwa fünf bis sechs Stunden gedauert, die Gemüseraspel trocken waren.
  4. Die trockenen Flocken können wie sie sind zur Verfeinerung von Suppen oder Soßen verwendet werden. Ich habe sie in einem Standmixer zusammen mit etwas getrocknetem Salbei, Thymian und Salz „pulverisiert“.
http://www.vonundzugruen.de/winterliche-wurzelwuerze/

Farbvielfalt des Winters: Geraspeltes Gemüse
Farbvielfalt im Winter: Geraspeltes Gemüse

 

Getrocknete Gemüseraspel
Getrocknete Gemüseraspel

 

Vor dem "Pulverisieren"
Vor dem „Pulverisieren“

 

Nach dem "Pulverisieren"
Nach dem „Pulverisieren“

 

Das Rezept stammt aus dem taschenGARTEN 2016. Auch, wenn ich es in etwa erwartet hatte, war ich doch überrascht wie stark das viele Gemüse durch den Wasserentzug „zusammenschrumpft“. Ich freue mich schon sehr darauf, die trockene Brühe in vielen Suppen, Soßen und Gerichten als Würzmittel zu verwenden!

Ingwer-Zitronenmelisse-Sirup

Winterzeit – Erkältungszeit: Husten, Schnupfen, Heiserkeit, leider hat es auch mich in dieser Saison schon erwischt. Anstatt sofort in den Medizinschrank zu greifen, habe ich stattdessen überlegt, wie ich der Erkältung mit Hausmitteln den Kampf ansagen kann. Insbesondere im Winter schwöre ich auf Ingwer, egal ob als Tee, als feines Extra in der Suppe oder als Beilage zu Sushi und Co. Ingwer ist einfach eine tolle Knolle. Nach kurzer Recherche habe ich mich für einen Ingwer-Zitronenmelisse-Sirup entschieden, denn der schmeckt nicht nur toll bei Erkältung, sondern ist auch als Zusatz im Cocktail oder als Limonade. Aber gegen die Erkältung kommt der Sirup natürlich erst mal in den Tee.

Ingwer-Zitronenmelisse-Sirup

Zutaten

  • 300 Gramm Ingwer
  • 3 Zitronen
  • 1 Paket Zitronensäure
  • 2 Kilo Zucker
  • 6 Zweige Zitronenmelisse
  • 750 Milliliter Wasser

Zubereitung

  1. Ingwer schälen, in Stücke schneiden und in einen Mixer geben. Den Saft von drei Zitronen hinzugeben.
  2. In einem großen Topf 2 Kilo Zucker, ein Paket Zitronensäure und 750 Milliliter Wasser auflösen.
  3. Die Ingwermasse hinzugeben und alles langsam aufkochen lassen.
  4. Nach 10 Minuten wird die kleingeschnittene Zitronenmelisse hinzugegeben. Der gesamte Sud sollte weitere 10 Minuten leicht köcheln.
  5. Währenddessen sollten die ausgewählten Flaschen und Gläser sterilisiert werden. Dazu können Sie zum Beispiel zunächst ausgespült und dann in den Backofen bei 180 Grad gegeben werden. Nach 10 Minuten sollte der Backofen abgestellt werden. Die Gläser können nun auskühlen.
  6. Nehmt einen weiteren großen Topf und ein großes Sieb zur Hand. Der Sirup wird durch das Sieb in den anderen Topf gegossen und so ein Großteil der Ingwerfasern aufgefangen.
  7. Kocht den Sirup erneut auf und füllt ihn noch heiß in die sterilisierten Gläser.
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Kann man den Zucker reduzieren? 

Bei zwei Kilo Zucker denken sicher viele von euch: dass ist aber ganz schön süß. Damit die Konsistenz des Sirups schön viskos wird, ist es jedoch wichtig genug Zucker zu verwenden. Wenn euer Sirup zu dünn ist, habt ihr leider zu viel Zucker weggelassen. Darüber hinaus trägt der Zucker dazu bei, dass der Sirup haltbar gemacht wird. Je weniger Zucker ihr verwendet, desto schneller kippt euer Sirup. Um lange was von meinem Sirup zu haben, bewahre ich ihn im Kühlschrank auf. Wer einen kühlen dunklen Keller hat, kann ihn jedoch sicherlich auch dort unterbringen.

Ingwer Schaelen
Um so wenig Ingwer wie möglich zu verschwenden, empfehle ich euch den Ingwer mit einem Löffel zu schälen. Wenn ihr mit etwas Druck über die Ingwerknolle schabt, könnt ihr diese ganz leicht entfernen.
Alles in den Mixer
Der Ingwer wird mit dem Saft von drei Zitronen im Mixer püriert.
Damit der Ingwersirup länger haltbar ist, solltet ihr ihn auf jeden Fall sieben.
Der fertige Ingwersirup
In hübschen Flaschen eignet der Ingwersirup sich nicht nur als Hausmittel gegen Erkältung, sondern auch sehr gut als Mitbringsel in der Weihnachtszeit.

Kürbisrisotto mit Walnüssen

Draußen ist es dunkel und grau und Körper und Geist sehnen sich nach Wohlfühl-Essen, einem guten Buch und ruhigen Wochenenden. Wir können euch zwar nicht helfen, eure Wochenenden ruhig zu gestalten, aber zumindest können wir euch das richtige Rezept für ein wahres Wohlfühl-Essen liefern. Zwar muss man für diese Kürbisrisotto etwas Zeit und Ruhe mitbringen, aber wir versprechen es zahlt sich aus.  Das knallig orange Risotto ist nicht nur ein optisch ein Höhepunkt, auch die schöne Kombination von cremigem Reis, gebratenen Kürbiswürfeln und knackigen Walnüssen hat uns restlos überzeugt, aber seht und schmeckt selbst.

Kürbisrisotto mit Walnüssen

Vorbereitungszeit: 1 Stunde

Kochzeit: 25 Minuten

Zutaten

  • 200 Gramm Risottoreis
  • 1 Kürbis z.B. Hokaido
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 ml trockener Weißwein
  • ca. 400 ml Gemüsebrühe
  • ca. 50 gr Parmesan
  • Butter
  • getrockneter Thymian
  • 2 Lorbeerblätter
  • ca. 6 Walnüsse
  • Olivenöl
  • etwas Kürbiskernöl

Zubereitung

  1. Zunächst solltet ihr den Kürbis waschen, entkernen und in Spalten schneiden. 3/4 des Kürbis legt ihr auf ein Backblech und beträufelt die Spalten mit etwas Olivenöl. Nun backt ihr die Kürbisspalten circa 45 Minuten bei 180-200 Grad im Ofen. Nehmt den Kürbis aus dem Ofen und last ihn kurz auskühlen. Das durch die Röstung weiche Kürbisfruchtfleisch solltet ihr nun in einen Rührbecher geben und mit dem Pürierstab zerkleinern.
  2. Würfelt im Anschluss den restlichen Kürbis, die zwei Zwiebeln und die Knoblauchzehe. Parallel solltet ihr die 400 ml Gemüsebrühe erwärmen.
  3. Zweidrittel der Zwiebeln und der Knoblauchzehe erhitzt ihr in einem Topf wahlweise in Olivenöl oder etwas Butter. Sobald die Zwiebeln schön glasig sind, kann der Risottoreis hinzugegeben werden und wird kurz mitgedünstet. Gebt nun die zwei Lorbeerblätter und Thymian hinzu. Löscht nun alles mit dem Weißwein ab und lasst die Flüssigkeit einmal komplett einkochen.
  4. Während des Einkochprozesses solltet ihr parallel schon eine Pfanne erhitzen und darin die restlichen Zwiebeln und den Knoblauch glasigdünsten. Gebt nun den restlichen Kürbis hinzu. Der braucht je nachdem wie große Würfel ihr geschnitten habt einige Zeit, deshalb solltet ihr diesen Arbeitsschritt nicht ans Ende des Kochprozesses stellen.
  5. Sobald der Wein eingekocht ist, gießt ihr so viel Brühe über den Reis, dass dieser bedeckt ist. Vergesst nicht gelegentlich zu rühren. Sobald der Reis die Brühe aufgenommen hat, solltet ihr immer wieder etwas Brühe hinzu gießen. Nach einer Viertelstunde kann das Kürbispüree untergemischt werden. Nun sollte die gesamte Mischung noch einmal circa 5-10 Minuten garen.
  6. In dieser Zeit solltet ihr den Parmesan fein reiben und die Nüsse knacken und zerkleinern.
  7. Im letzten Schritt gebt ihr den Parmesan und einen großen Löffel Butter unter das Risotto. Serviert das Kürbisrisotto mit den angebratenen Kürbiswürfeln, Walnüssen und ein paar Tropfen Kürbiskernöl.
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Fertiges Kuerbisrisotto mit Walnüssen