Verlosung: Freikarten für die fairgoods / Veggienale in Essen am 6. und 7. Mai 2017!

Ja, bei von & zu grün gibt es jetzt Freikarten für die fairgoods / Veggienale am 6. und 7. Mai 2017 in der Grünen Hauptstadt Essen zu gewinnen!
Auf der fairgoods treffen sich alle, die sich für Lösungen jenseits des schnöden, alltäglichen Konsums interessieren. Hier werden nachhaltige Alternativen präsentiert und das auf spaßige, kreative und manchmal überraschende Art und Weise.
Auch von & zu grün ist am Sonntag um 11 Uhr mit einem Mini-Balkon-Workshop von einer knappen Stunde dabei.

Wann? Samstag und Sonntag, 6. und 7. Mai 2017, jeweils 10 bis 18 Uhr
Wo? Zeche Zollverein, Areal A (Schacht XII), Halle 12 (12A), Gelsenkirchener Str. 181, 45309 Essen

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Freikarten für die Fairgoods

Fairgoods. Deine Messe für nachhaltigen Lebensstil

 

Freikarten für die Fairgoods

Veggienale. Die Messe für pflanzlichen Lebensstil

 

Näheres findet ihr unter www.fairgoods.info und www.veggienale.de

Jetzt wird’s sauer: Rhabarber Sirup

Der Rhabarber für unseren Rhabarber Sirup

Endlich ist es April, endlich ist Rhabarberzeit! Wenn ihr bei Smoothies aus Spinat und Roter Bete nicht in Freudenstürmen ausbrecht, könnt ihr euch einen säuerlich-süßen Gemüsedrink aus unserem Rhabarber Sirup mixen. Obwohl Rhabarber oft zur Zubereitung von Süßspeisen wie Kuchen und Konfitüren verwendet wird, handelt es sich nicht um ein Obst, sondern um ein Gemüse. Er ist nicht nur sehr kalorienarm, sondern bringt auch durch natürliche „Anthrachinone“ den Darm in Schwung.

Ein kleines Rhabarber-Porträt

Rheum rhabarbarum zählt zu den Knöterichgewächsen wie zum Beispiel auch der Sauerampfer. Er ist sehr pflegeleicht und wächst in der Sonne und im lichten Schatten. Im Garten meiner Eltern hat er seinen Platz im Halbschatten am Ende eines Blumenbeetes. Dort liefert er uns jedes Jahr eine gute Ernte. Bisher habe ich es noch nicht versucht Rhabarber auch auf dem Balkon anzupflanzen, aber ich denke es ist einen Versuch wert, wenn der Topf groß genug ist. Da der Rhabarber sehr große Blätter hat, die seine Verdunstung bei Hitze erhöhen, glaube ich, dass er am besten auf einem Halbschattenbalkon zurecht kommt. Auf meinem heißen Sonnenbalkon wäre es dem guten Rhabarber wohl einfach zu heiß und zu trocken. Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass es sich bei Rhabarber um einen Starkzehrer handelt. Die Pflanze muss für den perfekten Ertrag regelmäßig gedüngt werden.

Worauf muss man bei der Verwendung von Rhabarber achten?

Bei der Verarbeitung von Rhabarber ist es wichtig, dass man die Blätter nicht verwendet. In den Blättern steckt Oxalsäure, die in hoher Dosierung giftig ist. Man sollte ihn deshalb nicht in Metallgefäßen aufbewahren oder in Alutöpfen kochen! Denn die Säure kann sich mit dem Metall verbinden, wodurch Giftstoffe entstehen können. Um eine zu hohe Konzentration von Oxalsäure im Rhabarber zu vermeiden, sollte er nur von April bis Ende Juni geerntet werden. Als Stichtag gilt der Johannistag am 24. Juni. Vielen ist der Tag auch als Ende der Spargelernte bekannt. Jedoch steigt im Sommer nicht nur der Oxalsäuregehalt in den Stielen des Rhabarbers, sondern es ist auch an der Zeit, der Pflanze den Zuwachs von neuen Blättern zu ermöglichen. Nur so ist bringt auch das nächste Jahr eine gute Ernte. Wer Rhabarber zubereitet, sollte darüber hinaus darauf achten, dass er den Rhabarber nicht roh verzehrt. Das Backen oder Kochen des Rhabarbers ist ein guter Weg den Oxalsäuregehalt zu reduzieren.

 

Rhabarber Sirup

Rhabarber Sirup

Zutaten

  • 700 Gramm rote Rhabarberstangen
  • 400 ml Wasser
  • 250 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Zitronensäure / oder Saft von einer halben Zitrone

Zubereitung

  1. Den Rhabarber waschen und in kleine Stücke schneiden.
  2. Wer die schöne rote Farbe erhalten möchte, darf den Rhabarber nicht schälen.
  3. Den Rhabarber mit dem Wasser in einen Topf geben und 15 Minuten lang auf niedriger Stufe einkochen.
  4. Ein zweiter Topf wird zur Hand genommen und das Muß durch ein Sieb gestrichen, um den Saft aufzufangen.
  5. Nun können Zucker, Vanillezucker und Zitronensäure bzw. Zitronensaft hinzugefügt werden.
  6. Die Mischung sollte noch ein weiteres Mal 15 Minuten leicht köcheln.
  7. Fertig! Jetzt kann der Sirup in sterilisierte Flaschen abgefüllt werden.
http://www.vonundzugruen.de/rhabarber-sirup/

Rhabarber Sirup

Rhabarber und unser Lieblings-Zungenbrecher

Falls ihr in der großen Welt des Internets noch nicht Rhabarberbarbara und den Rhabarberbarbarabarbarbaren begegnet seid, teilen wir mit euch diesen wunderbaren YouTube Link. Schaut euch an was Rhabarberbarbara in ihrer Bar zaubert und genießt dabei euren selbstgemachten Rhabarber Sirup.

Variationstipp: Sobald die Erdbeerzeit beginnt, könnt ihr auch sehr gut Erdbeeren un Rhabarber zusammen zu einem Sirup einkochen. Schmeckt großartig zu frischem Vanillepudding.

Pikieren – wie geht das?

Pikieren ist nicht schwer

Auf dem Fensterbrett wird es immer grüner: Das Saatgut geht auf, kleine Pflänzchen wachsen, grüne Blätter bilden sich. Hat man sich nach dem Säen erst mal entspannt zurücklehnen können, keimt nun der Gedanke: „Ich muss pikieren!“ Länger lässt es sich jedenfalls nicht mehr aufschieben… Wann ist der richtige Zeitpunkt? Die Keimblätter sollten auf jeden Fall voll entfaltet sein. Je nach Kulturart kann das bereits sieben bis zehn Tage nach der Aussaat der Fall sein. Ich warte in der Regel, bis sich noch ein Satz regulärer Blätter entwickelt hat. Auf jeden Fall sollte man pikieren ehe die Pflänzlein miteinander um Licht und Boden konkurrieren. Durch das Pikieren bekommen sie mehr Platz und können sich kräftig weiterentwickeln.

Salat und Tomate müssen dringend pikiert werden!
Salat und Tomate müssen dringend pikiert werden!

 

Was braucht man zum Pikieren?

Zum pikieren braucht man:

  • Viele kleine Töpfe mit einem Loch im Boden(Joghurtbecher oder halbe Tetrapaks funktionieren auch),
  • Torffreie (Gemüse-)erde (denn im Gegensatz zur Anzuchterde brauchen die Pflanzen ab jetzt Nährstoffe),
  • einen Pikierstab (alternativ ein Essstäbchen, einen Bleistift oder einen alten Kugelschreiber),
  • eine Pflanzendusche (kann man auch aus einer PET-Flasche basteln) oder eine kleine Gießkanne,
  • einen permanenten Marker und Klebeband oder z.B. Wäscheklammern zum Beschriften der Pflanzen
  • und viel Geduld!

Am besten ist es, bei bewölktem Himmel und bei wenig Wind zu pikieren. Schließlich sollen die Pflanzen nicht gleich austrocknen.

Die Helden des Pikieren: Töpfe, Essstäbchen, Stift, Klebeband, Pflanzendusche in Paprikaform. Nicht zu sehen: Erde.
Die Helden des Pikieren: Töpfe, Essstäbchen, Stift, Klebeband, Pflanzendusche in Paprikaform. Nicht zu sehen: Erde.

 

Nur die Starken…

…ihr wisst schon. Das Prinzip gilt bereits beim Pikieren. Sicherlich habt ihr mehr Pflanzen ausgesät, als ihr auf Eurem Balkon pflanzen könnt. Das ist ganz normal – mir passiert das jedes Jahr! Ihr müsst jetzt aber hart bleiben und Euch die starkwüchsigsten und kräftigsten Pflanzen aussuchen. Schließlich sollen sie später auf dem Balkon nicht vor sich hin kümmern. Mir fällt das sehr schwer. Häufig suche ich mir eine aus für den Balkon und (für den Fall der Fälle, natürlich) noch etwa fünf weitere, die ich zusammen in einen etwas größeren Topf setze. Vielleicht will ich noch welche verschenken?

Sechs vereinzelte Tomatenpflanzen mit Wurzeln...
Sechs vereinzelte Tomatenpflanzen mit Wurzeln…

 

Wie geht das jetzt, das Pikieren?

Entweder ihr holt die Pflanzen vorsichtig und mithilfe des Pikierstabs einzeln aus dem Topf oder ihr löst eine ganze Gruppe. Holt ihr sie einzeln aus dem Topf, stecht ihr mit dem Pikierstab nahe der Pflanze ein und löst ganz vorsichtig Erde und Wurzeln. Als nächstes kürzt ihr die Wurzeln der ausgesuchten Pflanzen um etwa ein Drittel auf eine Länge von zwei Dritteln mit den Fingernägeln ein. Das Einkürzen ist gut, denn es regt das Wurzelwachstum an. Als nächstes füllt ihr einen kleinen Topf mit der Erde. In die Mitte des Topfes macht ihr mit dem Pikierstab ein Loch. In dieses Loch senkt ihr die Pflanze mit den Wurzeln zuerst (natürlich!). Wichtig ist, dass die Wurzeln nach unten zeigen. Tun sie das nicht, verzögert es das Wurzelwachstum. Manchmal helfe ich mit dem Pikierstab (oder Essstäbchen) vorsichtig etwas nach. Vorsichtig mit den Fingern die Erde andrücken und fertig! Jetzt nur noch gießen, zum Beispiel mit einer Pflanzendusche. Solltet ihr doch eine Gießkanne nutzen, empfiehlt es sich das Wasser über Eure Hand laufen lassen, damit das Wasser die kleinen Pflanzen nicht gleich „erschlägt“. Die Töpfe sollten jetzt auch nicht in die pralle Sonne gestellt werden!

...die hier schon eingekürzt worden sind.
…die hier schon eingekürzt worden sind.

 

Die frisch pikierten Pflanzen in ihren Töpfen - ein paar setze ich als Absicherung zusammen in größere Töpfe.
Die frisch pikierten Pflanzen in ihren Töpfen – als Backup setze ich einige als Gruppen in größere Töpfe.

 

Wie tief setze ich die Pflanzen?

Das hängt ganz von der Kulturart ab. Salat oder Fenchel werden etwa nicht zu tief pikiert. Sie können im Topf ruhig umkippen. Pflanzen, die am Stamm noch Wurzeln ausbilden (z.B. Tomate) können tiefer gesetzt werden. Kürbis und Bohnen müssen nicht pikiert werden, denn sie werden direkt in einzelne Töpfe gesetzt. Je nachdem, was ihr gesät hat, lohnt sich hier vorab ein wenig Recherche.

So, jetzt nur noch beschriften und dann könnt ihr erst mal wieder durchatmen. Denn jetzt können die Pflanzen weiterwachsen und gedeihen. Für viele ist es eh noch zu kalt, um sie auszupflanzen. Das passiert dann erst etwa Mitte Mai, nach den Eisheiligen…

Unser Auftakt: Balkon-Workshop für Anfänger

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Letztes Wochenende war es endlich soweit: Wir haben unseren ersten Balkon-Workshop im Rahmen der Grünen Hauptstadt 2017 durchgeführt. Nach intensiver Vorbereitung in den Tagen und Wochen zuvor sind wir mit ordentlich Adrenalin in der Blutbahn, viel Spaß und einer großen Portion Enthusiasmus in den Tag gestartet. Am Morgen hieß es dann erst einmal Theorie pauken. Ziel war es ein Bewusstsein für die verschiedenen Faktoren des Balkongärtnerns zu schaffen und vor allem Motivation und Ideen für den eigenen Balkon zu erzeugen. Aber es ging nicht nur um die Grundvoraussetzungen für das Gärtnern auf dem Balkon, sondern es gab auch viele bebilderte Beispiele wie man seine eigene grüne Oase gestalten kann. Nach unserem Vortrag stellten sich unsere Teilnehmer erst einmal die Fragen: Welche Ausrichtung hat mein Balkon? Welche baulichen Bedingungen liegen bei mir vor? Und wie viel Anbaufläche möchte ich auf meinem Balkon schaffen?

balkon-workshop-saen-pflanzen-pikieren

Frisch inspiriert und mit rauchendem Kopf hatten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dann die Möglichkeit, einen eigenen Pflanzplan zu entwickeln. Mit Zeichenpapier, Buntstiften und Balkonbüchern gewappnet, wurden fleißig Pläne geschmiedet. Alle versuchten das gelernte Wissen über sonnen- und schattenliebende Pflanzen, Platzierungsmöglichkeiten und Mischkulturen direkt umzusetzen. Schnell ergaben sich spannende Gespräche über schattenverträgliche rankende Blumen, Obstanbau auf dem Balkon und ungewöhnliche Pflanzgefäße. Besonders viel Spaß hat uns gemacht, dass sich auch zwischen den Teilnehmern schnell eine schöne Dynamik entwickelte und sich alle gegenseitig beratend zur Seite standen. In Vorbereitung auf den Nachmittag wurde anschließend noch zügig die „Hardware“ des Balkongärtnerns vorgestellt: Themen wie Werkzeuge, Boden, Düngen, Mulchen, Gefäße und Bewässerung wurden vorgestellt.

Finger in die Erde, fertig los – Der praktische Teil des Balkon-Workshops

Nach einer ausgedehnten Mittagspause ging es dann mit neuem Elan an den praktischen Teil. Tomaten, Chillis, Salat, Mangold, Kosmeen und mehr wurden pikiert und gesät. Doch das war nur zum warmwerden: Höhepunkt war das Werkeln an einem vertikalen Pflanzgefäß aus einfachen Mitteln – mit Pflanzen für den Sonnen-, Halbschatten- oder Schattenbalkon bestückt, natürlich! Wer noch etwas Zeit und Lust hatte, konnte sich noch an einfachen Pflanztöpfen aus Tetrapaks oder an Insektenhotels probieren. Mit üppiger Ausbeute und einem Kopf voller Ideen machten sich die Teilnehmer am späten Nachmittag auf den Weg nach Hause, um die kleinen Pflänzchen auf der heimischen Fensterbank und dem eigenen Balkon unterzubringen.

Balkon-Workshop-vertikales PflanzgefaessBalkon-Workshop: Insektenhotel der LiebeBalkon-Workshop: Pflanzgefaesse aus Tetrapacks

Der Sonderpreis für die kreativste Pflanzlösung geht an Sabrina!

Balkon-Workshop: Pflanze an FahrradBalkon-Workshop: pflanze am Fahrrad

Das war er also unser erster Balkon-Workshop: Ein ganz großes Dankeschön gilt allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen! Ihr seid eine tolle erste Gruppe für unsere Feuertaufe gewesen, wir haben auch viel von Euch lernen dürfen. Hoffentlich hat es Euch soviel Spaß gemacht wie uns, wir haben jedenfalls Blut geleckt. Und denkt dran – die ganze Theorie kann auch gerne mal im Hinterstübchen bleiben. Hauptsache ist, ihr habt Spaß an dem was ihr macht, bleibt experimentierfreudig und lasst auch mal eurer Kreativität freien Lauf. Und seid geduldig mit Euch und eurem Balkon, denn nächstes Jahr beginnt eine neue Saison…

Anna und Sarah von & zu grün.