Mangold-Pfanne mit Kreuzkümmel

Man denkt, man macht alles wie gehabt – säen, düngen, wässern, same procedure as every year. Trotzdem scheint auf meinem Balkon jede Saison unter einem anderen Stern zu stehen. Tomaten-Jahr, Gurken-Jahr, Petersilien-Jahr. Woran es liegt, wer weiß das schon. Das Wetter, der Mond, was noch?!

Dieses Jahr scheint jedenfalls ein gutes Jahr für Mangold zu sein. Der “Bunte Mangold”, den ich vom Biosaatgut-Versand gekauft hatte, wächst und gedeiht üppig. Was tun damit? Doch die Liste was man mit Mangold kochen kann ist lang. Nach einiger Überlegung musste ich an ein wunderbares Rezept denken, dass ich auf einer Reise entdeckte.

Vor zwei Jahren habe ich während einer Woche auf dem Elbradweg ein einfaches Gericht kennengelernt, das mich seitdem nicht loslässt und in dem Mangold, Tomaten und Kreuzkümmel die Hauptrolle spielen…

Mangold und Zwiebeln in der Pfanne
Mangold und Zwiebeln in der Pfanne

Mit Mangold kochen: Tomaten hinzufügen und mit Gewürzen abschmecken
Tomaten hinzufügen und mit Gewürzen abschmecken

 

Mit Mangold kochen: Guten Appetit!
Guten Appetit!

 

Kürbis-Melonen-Suppe mit Wasabi-Sahne

Regen, Hagel, Blitz, Donner, Sturm, Herbsttemperaturen – der Sommer 2016 hat so einiges zu bieten, Sonnenschein gehört leider viel zu selten dazu. Doch wir haben die Sonne im Herzen und bringen statt Trübsal zu blasen eine fruchtig-scharfe Suppe Kürbis-Melonen-Suppe auf den Tisch.

Diese Suppe verbindet wunderbar den fruchtigen Geschmack der Melone mit dem herzhaften Geschmack von Kürbis und Kartoffel. Der Ingwer und die Wasabi-Sahne verleihen eine angnehme Schärfe und Frische – sicherlich nicht das Letzte Mal, dass diese Suppe auf unseren Teller landet.

Tipp: Wer am Morgen schon die andere Hälfte der Galia-Melone für einen Smoothie verwendet, muss sich nicht fragen, wie man nun das gute Stück am besten im Kühlschrank verstaut. Wir haben uns aus einer halben Galia-Melone, einer Nektarine und einer Banane einen angenehm süßen Frühstücksdrink gezaubert.

Kuerbis-Melonen-Suppe-Wasabisahne2

Quelle: Minimal modifiziert aus: Vegetarisch! Das Goldene von GU – Rezepte zum Glänzen und Genießen

 

Holunderblütensirup – Der Sommer im Glas

Wenn der Frühsommer im Mai und Juni die ersten warmen Tage mit sich bringt, steht der schwarze Holunder (sambucus nigra) in voller Blüte. Die strahlend weißen Dolden verströmen einen süßlichen Duft, der spätestens seit dem Hugo-Hype jedem ein Begriff ist. Doch auch in der alkoholfreien Variante, mit Sprudelwasser statt  Sekt, ist der Holunderblütensirup ein großer Genuss und gehört bei uns jedes Jahr auf den Tisch. Damit der volle Geschmack der Blüte im Sirup eingefangen werden kann, sollte zur Ernte ein trockener, sonniger Tag gewählt werden – in diesem Jahr eine größere Herausforderung den je. Wer keinen eigenen Holunderstrauch im Garten hat, findet sicherlich einige Prachtexemplare in der Nachbarschaft. Natürlich solltet ihr darauf achten, nicht an Hauptverkehrsstraßen zuzuschlagen, die Ablagerungen durch Feinstaub und Co landen leider auch auf den schönen Blüten des Holunders.

Zutaten

  • 25-30 Holunderblüten
  • 1 Bio Zitrone
  • 1 Bio Orange
  • 30 Gramm Zitronensäure (z.B. aus der Apotheke eures Vertrauens)
  • 1,5 Kilogramm Zucker
  • 1 Liter Wasser

Das solltet ihr für Holunderblütensirup im Haus haben:

  • 1 großes Einmachglas (ca. 3 Liter)
  • ein sauberes Küchentuch o. Mulltuch
  • 1 großes Sieb
  • mehrere saubere Glasflaschen
  • 1 kleiner Trichter

Jetzt kann es losgehen:

  1. Zunächst sollten die Blütendolden von übermäßigem Grün und kleinen blinden Passagieren befreit werden. Die Blüten sollten sehr vorsichtig stehendem Wasser gewaschen werden, damit so viel Blütenstaub wie möglich an den haften bleibt. Die gewaschenen Blüten können anschließend in das Einmachglas o. ein anderes großes Gefäß gegeben werden.
  2. Im Anschluss sollten die Orange und die Zitrone mit heißem Wasser abgewaschen werden. In dünne Scheiben geschnitten, können sie danach ebenfalls in das Einmachglas gegeben werden.
  3. Zucker, Wasser und Zitronensäure werden nun in einem Topf aufgekocht. Der Zucker muss sich vollständig aufgelöst haben.
  4. Den heißen Siurp über die Zutaten im Einmachglas gießen. Sobald das Gefäß abgekühlt ist, kann der Deckel verschlossen werden. Der Sirup sollte an einem kühlen, dunklen Ort drei Tage ziehen. Zwischendurch muss der Inhalt immer mal wieder umgerührt werden. Ich habe den Sirup für diesen Zeitraum z.B. in meinem Keller deponiert.
  5. Sind die drei endlosen Tage Wartezeit verstrichen, kann es nun an die letzten Schritte gehen. Hängt ein großes Sieb in einen ausreichend großen Kochtopf und legt entweder ein normales sauberes Küchentuch oder ein Mull/- bzw. Passiertuch in das Sieb. Schüttet nun den Sirup hinein, sodass die Blüten, Zitronen- und Orangenscheiben sowie alle Schwebstoffe aufgefangen werden können. Im Anschluss wird der Sirup einmal aufgekocht. Mithilfe eines Trichters kann der Holunderblütensirup abschließend in saubere Glasflaschen oder kleine Gläser abgefüllt werden. Kühl gelagert, kann der Sirup nun mehrere Monate aufbewahrt werden. Wie lange genau konnte ich noch nie testen, denn bei uns ist der Sirup meist schon innerhalb kürzester Zeit verputzt.

 

Holunderbluete3 Holunderblütensirup: Holunderbluetensirup

Wie der Basilikum zum “Busch” wird

Warum geht der Basilikum auf der Fensterbank immer ein?

Der Basilikum auf der Fensterbank ist nicht immer eine Freude. Viele stellen sich die Frage: Warum geht der Basilikum auf der Fensterbank immer ein? Basilikumpflanzen, die man im Supermarkt kaufen kann, haben einen klaren Nachteil. Es handelt sich nicht um eine starke Pflanze, die wachsen kann, sondern um viele kleine Pflanzen die viel zu eng gepflanzt wurden. Aufgrund dieser großen Überbevölkerung lassen viele Basilkumtöpfe bald die Köpfe hängen.

Das richtige Gießen ist wichtig

Ein weiterer Grund warum der Basilikum auf Fensterbänken eingeht, ist das falsche Gießen. Basilikum fühlt sich am wohlsten, wenn er von unten gegossen wird. Das heißt man stellt den Topf am besten auf einen Teller oder in einen Übertopf. So kann das Basilikumtöpfchen ins Wasser gestellt werden und sich selber mit dem kühlen Nass versorgen. Diese Art des Gießens tut der Basilikumpflanze viel besser als das Gießen von oben.

Wie sollte man den Basilikum ernten damit er zum Busch wird?

Über viele Jahre bin ich mit meinen Basilikumpflanzen sehr sorgsam umgegangen. Ich habe immer nur die größten und reifsten Blätter geerntet und stets darauf geachtet, ihm ein gleichmäßiges Blattwerk zu lassen. Die vielen Ratschläge, die Triebe oben zu kürzen, damit er Seitentriebe entwickelt und buschiger wird, hatte ich resolut in den Wind geschlagen.Bis mich mein Freund kürzlich eines Besseren belehrt hat. Bei zwei Pflanzen hat er die Spitzen einfach abgeschnitten – eiskalt! Es hat sich gelohnt. Etwa eine Woche später zeigen sich schon die ersten Seitentriebe, teils sogar direkt an der Schnittstelle!

Basilikum selber ziehen

Das Experiment wird weiter beobachtet. Da der eigens gezogene Basilikum leider im Schatten der Tomatenpflanzen verkümmert, handelt es sich um gekaufte Pflanzen in Bio-Qualität. Interessant wäre noch ein Vergleich mit konventionellem, schnell gezogenem Standard-Basilikum aus dem Laden. In der kommenden Saison werde ich erneut Basilikum ziehen und schauen an welcher Stelle er sich auch auf dem Balkon am besten macht. So lange nehme ich noch Vorlieb mit meinem Exemplar auf der Fensterbank.

Euch nur Mut und viel Erfolg!

 

 

Zeit zum Ausgeizen

Es gibt kein Halten mehr, die Tomatenpflanzen wachsen, was das Zeug hält. Und da man als ambitionierte Balkongärtnerin oder ambitionierter –gärtner natürlich an einem möglichst hohen Ertrag interessiert ist, wird nun eins besonders wichtig: das Ausgeizen. In den Blattachseln bilden sich kleine, zarte Sprosse. Die Gefahr besteht, dass die Pflanze nun Energie in die “falsche” Aufgabe steckt, nämlich die, diese Sprosse zu richtigen Zweigen auszuwachsen. Sie soll sie aber lieber darauf verwenden, viele gesunde, reife Früchte auszubilden.

Daher ist das sogenannte “Ausgeizen” wichtig: Einfach die kleinen Sprosse mit den Fingernägeln abzwacken und fertig! Sie müssen nicht entsorgt werden, sondern können unter der Pflanze als Kompost liegen bleiben.

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